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Bilder von Harald Kijewski in Göttinger Galerie Alte Feuerwache

Gerichtsmediziner und Künstler Bilder von Harald Kijewski in Göttinger Galerie Alte Feuerwache

Ein guter Blick fürs Detail ist gefragt, wenn der Göttinger Gerichtsmediziner Harald Kijewski seine Untersuchungen anstellt. Manchmal führt wohl auch Zufall zum entscheidenden Hinweis. Kaum anders ist es bei seinen künstlerischen Arbeiten. Aktuell ist unter dem Titel „Alex und die Geister. Traumbilder eines Jungen“ eine Auswahl seiner Arbeiten in der Galerie Alte Feuerwache zu sehen.

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Von der Kunst des Zufalls: Harald Kijewski.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Die Bilder aus Untersuchungen mit einem hochempfindlichen Lichtmikroskop – eigentlich Teil seiner forensischen Tätigkeit – haben Kijewski zu den gezeigten Bildern inspiriert. Eigentlich sogar der zufällige Blick bei einer noch nicht ganz optimalen Bedienung des neuen Geräts.

Der Künstler Kijewski hat dabei in den untersuchten Proben das intensive Spiel der Farben und Formen entdeckt und genutzt. Die Aufnahmen, die Kijewski dabei gespeichert hat, sind nun, in unterschiedlichen Größen aufgezogen, ein anregendes Kaleidoskop überwiegend ab­strakter Bilder geworden.

Die Hängung in der Galerie macht Kontraste zwischen sehr bunten und nahezu unbunten, zwischen stark gepixelten und hochaufgelösten Bildern deutlich. Wirken die einen wie die moderne Fassung eines pointillistischen Farbrausches, erinnern die anderen an die Poesie mancher Aufnahmen aus dem Weltall.

Schlichte Ästhetik und fröhliche Farbigkeit

Als Traumbilder eines Kindes können sie aber ebenso gut geisterhafte Krallen oder comic-artiges Chaos vor dem inneren Auge entstehen lassen. So oder so, die Bilder regen die Fantasie an und wirken auch einzeln für sich durch schlichte Ästhetik und fröhliche Farbigkeit.

In einigen wenigen Bildern scheint das Gesicht eines Jungen durch. Kijewskis Enkelsohn Alex hatte dem Großvater von seinen schlechten Träumen erzählt. Der ließ sich davon zusätzlich zu den Bildern zu einem in Zusammenarbeit mit Regisseur Oliver Clark und dem Künstler Lothar Kohn entstandenen Film inspirieren.

Von Isabel Trzeciok

Die Ausstellung ist noch bis 29. Oktober in der Galerie Alte Feuerwache, Ritterplan 4, zu sehen.

Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 10 bis 12 und von 15 bis 18 Uhr sowie sonntags von 11 bis 13 Uhr.

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