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Bjergs zweiter Roman

25. Göttinger Literaturherbst Bjergs zweiter Roman

Bov Bjergs Debüt-Roman ist im Jahr 2008 erschienen. Mit „Auerhaus“ legte er im vergangenen Jahr nach. Die Geschichte ist traurig, bewahrt dabei aber eine jugendliche Leichtigkeit.

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Mit seinem zweiten Roman beim Göttinger Literaturherbst: Bov Bjerg.             

Quelle: Schlösser

Göttingen. Höppner und Frieder gehen schon lange zusammen in eine Klasse. Gute Freunde? Eher nicht. Als Höppner aber in der Schule erfährt, was passiert ist, macht er sich sofort auf ins Krankenhaus.

Frieder hat versucht, sich umzubringen. Er weiß einfach nicht mehr, wofür es sich zu leben lohnen könnte. Das Auerhaus soll die Rettung sein, damit ihr Leben nicht in einem Ordner mit der Aufschrift „Birth – School – Work – ­Death“ endet. Sechs Jugendliche fliehen vor ihren Alltagsproblemen in eine WG auf dem Land. Darunter sind auch Vera, zu der Höppner eine unfreiwillig-offene Beziehung führt, die elitär erzogene Cäcilia und der eigensinnige Harry. Frieder lernt die letzte im Bunde, Pauline, in der Psychiatrie kennen.

Neben einem jugendlichen Leben, das von Beziehungskrisen, Partys und Streit mit den Eltern bestimmt ist, schwebt immer auch die Angst um den Freund über ihnen. Warum wollte sich Frieder umbringen? Und wird er es wieder versuchen?

Das Leben auf dem konservativen Dorf, gestaltet sich nicht immer einfach für die Sechs, trotzdem – oder gerade deswegen – haben sie das Gefühl, die beste Zeit ihres Lebens zu führen, auch wenn diese tragisch endet. „Das Buch erzählt, dass das Leben schön sein kann, selbst dann, wenn es nicht immer schön ausgeht. Das ist wunderbar …“, kommentiert Politiker und Publizist Daniel Cohn-Bendit das Werk.

Schon beim Namen des Romans nach dem Lied „Our House“ der britischen Ska-Band Madness beweist Bjerg Gespür dafür, dem Leser ein Schmunzeln zu entlocken ohne dabei das ernste Thema der Depressionen ins Lächerliche zu ziehen zu. Eine Geschichte die Hoffnung schafft für aussichtslose Zeiten.

Der Autor liest beim Literaturherbst am Sonntag, 30. Oktober, um 17 Uhr  im Alten Rathaus aus seinen Roman. Karten gibt es in den Tageblatt-Geschäftsstellen, Weender Straße 44 in Göttingen und Auf der Spiegelbrücke 11 in Duderstadt.

Von Leslie Whatsack

Das Lesefestival

Mehr als 70 Veranstaltungen an 30 Spielorten in Südniedersachsen stehen vom 21. bis zum 30. Oktober auf dem Programm des Göttinger Literaturherbstes. Das Lesefestival feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Die Organisatoren um Johannes-Peter Herberhold erwarten rund 15 000 Besucher. pek

 

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