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„Black&Schwarz“ überzeugen bei „Local Heroes“ Jury und Publikum

Bandwettbewerb „Black&Schwarz“ überzeugen bei „Local Heroes“ Jury und Publikum

Toll, was für eine Stimmung hier schon um acht Uhr herrscht. Dabei seid ihr doch alle sicher noch nüchterner als wir!“ So begrüßt der Sänger der Band „Death Groove“ sein Publikum in der halbleeren Musa. Voller wird es an diesem Abend beim Band-Wettbewerb „Local Heroes“ nicht.

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Überzeugend in Arrangement, Zusammenspiel, Gesang und Bühnenpräsenz: „Black&Schwarz“ um den Bassisten Felix Barth.

Quelle: Vetter

Aber dafür wird die Stimmung von Band zu Band, von Lied zu Lied immer ausgelassener. Fünf Formationen haben es bis ins Regionalfinale geschafft und müssen mit einem dreißigminütigem Programm ihr Können unter Beweis stellen. Denn nur eine der Bands wird ausgewählt und kann am Landesfinale teilnehmen. Den Konkurrenzdruck merkt man den jungen Rockern nicht an. Souverän performen sie ihre selbst komponierten Stücke, einige headbangen nach dem eigenen Auftritt zu Songs der nächsten Band weiter.

„Ungestüm“ sind als zweites an der Reihe, und nach Anfangsschwierigkeiten („Ey, Mann, du brauchst übrigens noch eine Gitarre!“) beginnen sie mit 20 Minuten Verspätung. Bemerkenswert ist, dass sie eine Bassistin haben. Monika Hoffstedt ist die einzige weibliche Teilnehmerin. Mit spanischen Texten, von denen nur Wortfetzen verständlich sind, präsentiert das Quartett seine, wie sie selbst sagen, „Maschinengewehrmusik“. „Metallica“ klingt durch.

Das Trio „Separated Minds“, dessen Sänger ein bisschen wie Kurt Cobain klingt, schafft es mit dem Song „Final Call“ nicht, das Publikum in Euphorie zu versetzen. Umso ausgelassener hüpfen die Fans mit, als „Stan, Tom & Bazel“ danach auf der Bühne stehen. Wie kein anderer an diesem Abend versteht der grünhaarige Sänger der vierköpfigen Gruppe es, die Zuschauer zum Mitfeiern zu animieren. Trotz lautem Gegröle nach dem punk-rockigen Auftritt, gibt es keine Zugabe. So sind die Wettbewerbsregeln. Bei der letzten Band stimmt dann einfach alles: Mit ihrem melancholischen Lied „Nothing Counts“ überzeugen sie mit Arrangement, Zusammenspiel, Gesang und Bühnenpräsenz die Jury, wie auch die Zuschauer, die auf kleinen Zetteln ein Kreuz für ihren Favoriten machen. Immerhin ein Drittel zählen die Stimmen der Fans bei der Entscheidung. Jury-Mitglied Michael Brakemeier, selbst einmal bei „Local Heroes“ dabei, weiß, wenn eine Band das Zeug hat, groß rauszukommen. „Black & Schwarz waren heute Abend mit Abstand die Besten. Alle Juroren haben das sofort erkannt“, berichtet er. Auch das Publikum stimmt mit großer Mehrheit für die jungen Göttinger. Ein besonderes Geschenk dürfte dies für den begabten Gitarristen Leon Hast gewesen sein, der kurz nach der Siegerehrung um Mitternacht seinen 21. Geburtstag feiert. „Ungestüm“ landen auf dem fünften, „Separated Minds“ auf dem vierten, „Stan, Tom & Bazel“ auf dem dritten und „Death Groove“ auf dem zweiten Platz.

Von Sarah Lodder

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