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Braver Beat mit reichlich Punk gewürzt

„The Beat Holes“ Braver Beat mit reichlich Punk gewürzt

Es sind unvergessene Hits, die uns die Beatles hinterlassen haben. Bei den meisten Liedern können selbst Leute mitsingen, die die Pilzköpfe aus Großbritannien nicht mehr im Original erlebt haben.

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Rotzig und kraftvoll: „The Beat Holes“.

Quelle: Vetter

Für vier Italiener sind die Songs aber einfach zu langsam: Die Punkrock-Coverband befindet sich gerade auf ihrer „All You Need is Rock European Tour 2010“. „The Beat Holes“ sind Sänger Alex Littlewood, Fede Rich (Gitarre), Marco daVinci (Bass) und „Mr. Brown“ (Schlagzeug).

Die Stimmung im Exil steigert sich mit jedem Song zusehends. Die Band liefert einen Song nach dem anderen ab, schier unermüdlich. Nicht mal eine Pause, um sich das schweißnasse Hemd auszuziehen gönnt sich „Mr. Brown“ am Schlagzeug. Er reißt es sich einfach vom Leib. Jetzt kann es richtig losgehen. „Ob-La-Di, Ob-La-Da“, „She Loves You“ – yeah, yeah, yeah, „Twist and Shout“: Kaum einer, der nur knapp 40 Gäste hält sich noch zurück. Es wird wild getanzt. Die „Beat Holes“ schaffen es ganz ausgezeichnet, die brave Traumschwiegersohn-Musik der Beatles, in rotzigem, kraftvollem Punkrock zu spielen – als Huldigung an ihre Vorbilder, wie sie selbst sagen. Selbst die als „quiet song“ angekündigte Nummer „Michelle“ gerät zur rasanten Rock-Ballade. Wenn der Sänger jetzt noch die Töne treffen würde, wäre alles schön.

Die dynamische Bühnenshow – viel Bewegung und ausgelassener Tanz über Lautsprecher und Podeste – reichern die Rocker mit kleiner Gimmicks an. Zu „My Bonnie lies over the ocean“ werden die Becken des Schlagzeugs in Brand gesteckt und mit einem fulminanten Drum-Solo wieder ausgeprügelt. In die ersten Takte von „Hey Jude“ bläst Bassist DaVinci Seifenblasen in die tanzende Meute.

Es ist ein guter Auftritt, eine tolle Show, die mehr Besucher verdient hätte. The Beat Holes sind trotzdem zufrieden: „Great gig!“, strahlt der Frontmann. Jetzt freuen sie sich auf die weiteren Stationen der Tour – mit Halt in Großbritannien.

Von Lukas Breitenbach

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