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Bursfelder Sommerkonzerte: Saisonstart mit der Kantorei St. Blasius

Ansteckende Musizierfreude Bursfelder Sommerkonzerte: Saisonstart mit der Kantorei St. Blasius

Am Himmelfahrtstag ist das Kloster Bursfelde ein Anziehungspunkt für die ganze Region. Vormittags zum Universitätsgottesdienst und zum Festvortrag, nachmittags zum Start der Bursfelder Sommerkonzerte strömen die Besucher in hellen Scharen.

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um Start der Bursfelder Sommerkonzerte strömen die Besucher in hellen Scharen

Quelle: Schäfer

Bursfelde. Zum Konzert kam diesmal wieder die Mündener Kantorei St. Blasius, die im vergangenen Jahr zugunsten des Leipziger Vocalensembles pausiert hatte.

Nun aber konnte Kantor Dieter Renneberg einen merklich verjüngten Chor präsentieren, dem er mit zwei kleineren kirchenmusikalischen Werken Mozarts eine überschaubare, gut zu bewältigende Aufgabe gestellt hatte. Den Rahmen des Konzerts bildeten die „Vesperae solennes de Dominica“ KV 321 und die C-Dur-Messe KV 220, die sogenannten Spatzenmesse, dazwischen gab es zur Auflockerung Mozartsche Instrumentalstücke für Orgel und für Orchester.

Der Chor hatte sich gründlich auf die Mozart-Werke vorbereitet. Sichere Einsätze, kaum Spuren von Anstrengung, saubere Intonation, recht gute Textverständlichkeit: All dies ist nicht selbstverständlich, sondern will erarbeitet sein. Dazu kam eine ansteckende Musizierfreude, die nicht nur die Choristen, sondern auch die Instrumentalisten des Kammerorchesters St. Blasius auszeichnete.

Glanzlichter setzten die vier jungen Vokalsolisten, die Renneberg für diese Aufführung engagiert hatte. Mit bemerkenswert strahlenden Höhen und einer wunderschönen Flexibilität ihrer leicht geführten Stimme konnte die Sopranistin Ylva Stenberg das Publikum bezaubern. Mit ansprechend warmem Timbre und ebenfalls sehr schlank im Klang sang Anna-Doris Capitelli die Alt-Partie.

Der helle, bewegliche Tenor von Georg Drake war in Göttingen unter anderem schon in Händels „Solomon“ und Haydns „Nelsonmesse“ zu hören. Abgerundet wurde das Solistenensemble durch den angenehm volltönenden Bass von Yannick Spanier.

Die in Kassel lebende japanische Organistin Mana Usui ergänzte das Programm mit zwei Mozart-Stücken (Andante KV 616 und Gigue KV 574), die sie mit klaren Konturen und feiner Phrasierung präsentierte. Das Orchester steuerte die kleine, frisch musizierte Kirchensonate KV 263 bei. Die Zuhörer in der fast ausverkauften Kirche dankten mit lautstarkem Beifall und erhielten zum Dank das Gloria aus der Spatzenmesse als Zugabe.

Von Michael Schäfer

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