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Durch alle Wetterlagen

Unicante-Konzert Durch alle Wetterlagen

Als hätte „Unicante“ es voraus gesehen, als der Chor das Programm zum 25-jährigen Jubiläum zusammen stellte: „Donnerwetter“ lautet der Titel der diesjährigen Sommernachtskonzerte, die Freitag im Foyer der Zentralmensa begannen.

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Bunter Chor: Die Studenten singen a cappella vom Wetter.

Quelle: Swen Pförtner

Göttingen. Thematisch ging es um Wetterkapriolen, die uns dieser Sommer ja bereits reichlich bescherte. Jana Faust – Chorleiterin Nummer neun des 1991 vom Studentenwerk gegründeten Chors – gab so manche Anekdote aus der Geschichte des von ihr „unruhiger Haufen“ genannten Chors zum Besten. So habe der Gründer Joachim Böse sich mit einer Fahrradklingel Aufmerksamkeit verschaffen müssen, denn bei anfänglich 60 Sängern blieb es nicht. Rund 160 Sänger gehören heute zu Unicante.

Dass der Chor nicht nur Hobby, sondern auch Partnervermittlung ist, zeigte sich eindrucksvoll in einer Umfrage. Bei Unicante hat es Tradition, dass  man sich seine eigenen Traditionen schafft. So ist es dem Chor auch ein Leichtes, sich sein Geburtstagsständchen selbst zu singen, denn man ist einfach stolz auf sich. In der ersten Hälfte steht „Friday I’m in love“ von The Cure, der Stimmungsaufheller „Feels like summer“ aus dem Film „Shaun the sheep“ und ein eindrucksvolles Arrangement (Friedemann Will) von Coldplays „Viva la Vida“ auf dem Programm, in dem Christian Göge als Solist überzeugt. Unicante ohne Medleys, das ist einfach nicht vorstellbar. So schließt die erste Hälfte dann auch mit „Don’t stop them now“, einem Queen-Medley. Begeistert klatschen die zahlreichen Zuschauer dann auch bei „We will rock you“ mit.

Eine weitere Tradition ist die Verwandlung des Chores in der zweiten Hälfte. Zum Thema Wetter gab es kreative Kostüme von „El Niño“ über zahlreiche Elsas (Hauptfigur des Films „Frozen“), herrlich blökende Schäfchenwolken, zahlreiche Gottheiten bis hin zu drei glitzernden „Weather Girls“. Geschmacksgrenzen wurden mit einem Mann in Windeln, der als „kleiner Sonnenschein“ fungierte, ausgelotet. Unter der Leitung von Jana Faust als Wetterfrosch ging es durch sämtliche Wetterlagen, die manchmal auch Beziehungslagen thematisierten wie in Stephan Diedrichs Arrangement „Vereinzelt Schauer“, das so einige Liebesstationen abfährt. Es war „Zu heiss“ und wurde eisig kalt beim Titelsong „Let it go“ aus „Frozen“. Leider schlug sich das große dramatische Potential dieses Songs im Vortrag und vor allem in der Dynamik nicht nieder. Die Freude am Gesang und die große Einsatzbereitschaft des Chores sind aber über solche Schwächen erhaben, und so geht nach einer Zugabe das erste der Sommernachtskonzerte mit ausgelassenem Applaus zu Ende, wie auch Jana Fausts Zeit bei Unicante.

Von Marie Varela

Weitere Konzerte

Sonnabend, 9. Juli, und Montag, 11. Juli, um 19.30 Uhr im Foyer der Zentralmensa, Platz der Göttinger Sieben in Göttingen.

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