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Christian Nickel erhält Großen Hersfeldpreis

Auszeichnung für Schauspieler Christian Nickel erhält Großen Hersfeldpreis

Der Große Hersfeldpreis 2016 geht an Christian Nickel. Der Schauspieler ("Bibi Blocksberg", "Bergkristall") erhielt die Auszeichnung am Sonnabend für seine herausragenden Bühnenleistungen bei den Festspielen, insbesondere für seine Darstellung des John Proctor in dem Drama "Hexenjagd".

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Christian Nickel

Quelle: dpa

Bad Hersfeld. Die Jury urteilte über Nickel: "Er gibt der Rolle durch sein zurückgenommenes und gleichzeitig emotionales Spiel eine hohe Glaubwürdigkeit. In der hochaktuellen Inszenierung von Dieter Wedel ragt er aus einem außerordentlich starken und homogenen Ensemble heraus. Durch Schuld und Gewissensnot wird er zum tragischen Helden."

Der in Hamburg aufgewachsene Nickel (47) wurde überregional bekannt als Goethes Faust in der Inszenierung des Gesamtstoffes durch Peter Stein auf der Expo2000 in Hannover, in Berlin und in Wien. Unter der Regie von Dieter Wedel spielte der Wahl-Wiener 2006 und 2014 bei den Nibelungenfestspielen in Worms.

Mit dem undotierten Großen Hersfeldpreis werden Darsteller ausgezeichnet, die die weiträumige Bad Hersfelder Bühne in Spiel und Sprache beherrschen und die sich in ihr als Schauspielerpersönlichkeiten erweisen. So lautet in etwa das Anforderungsprofil an potenzielle Kandidaten. Im Vorjahr wurde Christian Schmidt geehrt. In den Jahrzehnten zuvor zählten bereits Ausnahmekönner wie Volker Lechtenbrink, Uwe Friedrichsen, Mario Adorf und Helen Schneider zu den Preisträgern.

Den Hersfeldpreis für Nachwuchsschauspieler bekam das Ensemble des Stücks "Krabat" nach der Regie von Joern Hinkel. In dem Stück nach dem Roman von Otfried Preußler wirkten mehr als 100 jugendliche Schauspiellaien mit, auch Flüchtlinge standen auf der Bühne. "In Hinkels spannender Inszenierung verbindet sich die Magie der dunklen Mächte mit der Magie der Stiftsruine", bewertete die Jury. Im Vorjahr ging die Auszeichnung an die Zwillinge Lisa und Laura Quarg. dpa

Das Stück "Hexenjagd" ist noch bis zum 31. Juli bei den Festspielen zu sehen. Die Festspielsaison endet in diesem Jahr am 28. August. dpa

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