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Coverband Volbeast in Göttingen

Exil Göttingen Coverband Volbeast in Göttingen

„Volbeat ist einfach....gut!“, sagt ein Fan über das Original aus Kopenhagen. Die Mischung aus Metal, Rock 'n' Roll, Punk, Country und Blues – kurz Elvis-Metal genannt – zieht am Sonnabend hauptsächlich eine Szene Mitvierziger zum Konzert der Coverband Volbeast ins Exil.

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Volbeast: Nah an den Idolen im Exil.

Quelle: r

Göttingen. Kaum einer der Konzertbesucher scheint in seinem Kleiderschrank hellere Farben als Denim- Blau zu besitzen. Den Abend eröffnen die Schweizer „Brainholz“. Sie wirken wie eine ungekämmtere, studentische Version des  Hauptacts. In ihrem gitarren-lastigen Klang liegt ein bisschen mehr Indie als harter, erwachsener Rock.

Idole auf T-Shirts

Die Menge ist verhalten und wippt nur verlegen mit den Köpfen. Mit etwas härteren Tönen schaffen die Musiker es aber doch den einen oder anderen Jubelschrei hervorzulocken. Eins ist klar: das vorwiegend langhaarige Publikum will die Coverband der Idole sehen, deren Name auf ihren Fan-Shirts prangert.

Mit dem ersten Lied, das  Volbeast spielt, beginnen die Rock 'n' Roll Chöre, die bis zum Ende des Konzertes nicht mehr verstummen. Eine Auswahl des gesamten Repertoires der Dänen folgt. Das beinhaltet die erfolgreichen Titel „Fallen“ und „The gardens Tale“ , an Johnny Cash gewidmeten Rock 'n' Roll unter dem Namen „Sad Man´s Tongue“ und den metallisierten Rockabilly „16 Dollars“.

Biene Maja im Exil

Durchweg dominieren Gitarren und Chorgesänge die Stimmung. Auf die Unterstützung des Publikums setzen die Musiker. Während eines technischen Umbaus bringen sie die Metaller sogar dazu in das Kinderlied Biene Maja einzustimmen.

Der Versuch die Fünfer-Besetzung mit einer weiblichen Stimme zu untermalen, gelingt aber nur teilweise. Der starke Gesang des Leadsängers Lars Begerows schluckt sie zumeist. Ebenso liegt die Lautstärke eindeutig über dem angenehmen Schnitt. Daran wollte  die Gruppe wohl auch im kleinen Keller einfach nicht sparen.

Laut und voller Hingabe

Aber sie spannt erfolgreich einen musikalischen Bogen, der in der Hymne „I only wanna be with you“ (im Original als Soulversion von Dusty Springfield) seinen  Höhepunkt findet. Unterstützt von sämtlicher Lichtschau, die das Exil hergibt und den ausgelassenen Gesangs-Chören des Publikums.

Das Konzert wirkt wie eine Hommage an die Dänen, zu deren größten Liebhabern wohl die Musiker der Coverband selbst zählen. Laut und voller Hingabe. Ein jeder geht mit summenden Ohren und guter Laune heimwärts.

Von Leslie Wathsack

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