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Dänische Musikerin Ida Gard zu Gast im Göttinger Nörgelbuff

Das beste „Ausverkauft“ der Tour Dänische Musikerin Ida Gard zu Gast im Göttinger Nörgelbuff

Beim jüngsten Festival im Kaiser-Wilhelm-Park zwischen Schillerwiese und Kehr war Ida Gard Geheimtipp und Überraschung zugleich. Nun trat die dänische Sängerin und Gitarristin gemeinsam mit der Schlagzeugerin Anne Kristine Winkler in dem Musikclub Nörgelbuff erneut in Göttingen auf.

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Viel Liebe für Nörgelbuff, Weihnachtsmarkt und Schneemannpunsch: Ida Gard.

Quelle: Pförtner

Göttingen. „Göttingen ist ausverkauft“ verkündet Gard stolz in gebrochenem Deutsch mit einem schelmischen Lächeln. Sie kündigt an, mit ein paar kalten Liedern passend zu Jahreszeit zu beginnen.

In Dänemark hat sie einen Radiowettbewerb gewonnen. Fadenscheinige Angebote der Musikindustrie folgten, aber sie hat sich nicht vereinnahmen lassen. In dem Lied „In case you haven’t heard“ rechnet sie mit eben diesen Leuten und all den Lügen des Business ab.

Markant dabei ihr Gitarrenspiel, fast wütend der Gesang, druckvoll unterstützt von Schlagzeugerin Winkler. Es folgt das Titelstück der neuen CD „Doors“. „Türen“ als Metapher für Gelegenheiten um seinen Weg zu finden. Gards Texte wie auch ihre Kommentare sind gespickt mit ironischen, teils auch sarkastischen Anspielungen, die sie charmant moderiert.

Und immer wieder bezieht sie in ihre Ausführungen auch das Publikum mit ein. Je nach Stimmungslage wechselt sie dabei die E-Gitarre mit der akustischen Gitarre, kongenial unterstützt von Winkler und ihrem nuancierten Schlagwerk.
In „My two feet“ geht es um Orientierung und Situationen, in denen alles neu ist und man sich fragt was passieren wird.

Zwei Zugaben für begeistertes Publikum

Gard nutz dabei zu Beginn den Gitarrenkorpus als Rhythmusinstrument bevor das Schlagzeug einsetzt. „Beginners“ sei das einzige Liebeslied, das sie geschrieben habe. Sie liebe Liebeslieder wenn sie von anderen geschrieben würden. Ganz intim nur mit Gitarrenbegleitung und zweistimmigem Gesang folgt mit „If I were crazy“ ein Lied über Dinge, die sie eifersüchtig oder krank machen.

„Germany“ hat sie für ihr deutsches Publikum und an diesem Abend speziell für die Göttinger geschrieben. Musikalisches Glanzlicht des Konzertes ist dann die einzige Fremdkomposition des Abends. „Running up that hill“ von Kate Bush wartet mit einem furiosen Zwischenteil und wildem Trommelwirbel auf, bevor es zum Ende wieder zum Thema zurück findet.

Zum Abschluss eines Konzertabends mit Suchtfaktor schmeichelt Gard der Stadt Göttingen und dem Veranstaltungsort. Sie liebe den Namen „Nörgelbuff“, den Göttinger Weihnachtsmarkt und den Schneemannpunsch. Göttingen sei das beste „Ausverkauft“ auf der Tour gewesen. Das begeisterte Publikum wird mit zwei brandneuen Zugaben belohnt.

Eröffnet wurde der Abend mit einem Projekt von drei Göttinger Musikern, die sich auf der Offenen Bühne des Nörgelbuffs gefunden haben. Frau Pauli und ihre Nachbarn „spielten die Kabel heiß“ mit deutschsprachigen Liedern über kindliche Ängste, Zugverspätungen oder Kindergärtnerinnen.

Von Jörg Linnhoff

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