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Kraftvolle Stimmen

Dani Wilde und Tabitha im Apex Kraftvolle Stimmen

Dani Wilde hat schon in vielen Teilen Europas, Amerikas, Kanadas und in Afrika gespielt. Gerade hat sie ihr siebtes Album „Songs About You“ veröffentlicht, das sie jetzt auf einer Europa-Tournee im Trio auch im Apex vorstellte. Unterstützt wurde sie von der britischen Sängerin Tabitha.

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Dani Wilde

Quelle: pr.

Göttingen. Im Alter von 18 Jahren zog Wilde nach Brighton, wo sie eine Gesangsausbildung innerhalb von drei Jahren mit dem Bachelor of Arts abschloss. 2007 konnte die 30-jährige britische Sängerin und Gitarristin mit Blues und Soulwurzeln einen Vertrag mit dem internationalen, in Deutschland beheimateten, Blueslabel Ruf Records abschließen. Vor wenigen Wochen erst war ihr Bruder Will Wilde mit einem furiosen Konzert zu Gast im Apex. Und genauso furios startete Wilde ihr Konzert mit einem knallharten Blues-Rock.

Dabei begleiten sie in klassischer Triobesetzung Victoria Smith am Bass und Jack Bazzani an den Drums. Ihre Musik bewegt sich im Schnittpunkt von Blues, Soul, Jazz, Country und Gospel mit leichtem Popanstrich. „Glorious Days“ ist eine mit Inbrunst gesungenen Ballade zur akustischen Gitarre. Im groovigen „Slow Coach“, einem Song über die Suche nach dem richtigen Mann fürs Leben, beweist Wilde auch ihre großartigen Gitarrenkünste. In solistischen Passagen befeuert sie sich mit großem Spaß ein ums andere Mal mit ihrer Bassistin. Diese habe einen „crazy funky influence“ auf sie, erzählt Wilde schmunzelnd. Sie selbst sei, bevor sie Smith kennengelernt habe, total normal gewesen.

Ihre helle Stimme bei den Ansagen will so gar nicht zu der mal warmen, kehligen, mal rockig-kraftvollen Singstimme passen, die sie zwischendurch immer wieder mit einem Schluck Tee pflegt. Wilde scheint leicht erkältet zu sein, was ihrem lebhaften Auftritt jedoch keinen Abbruch tut.

Neben ihrer Musik engagiert sich Wilde seit vielen Jahren in einem Projekt zur Verbesserung von Bildung und musikalischer Erziehung von Straßenkindern und Waisen in Kenia. „Abandoned child“ ist zum Abschluss ein intensiv gespielter Blues über ein schwerkrankes Mädchen von dort, dem sie durch bei Konzerten gesammelte Spenden eine medizinische Versorgung gewährleisten konnte.

Das „warm up“ für Wilde gestaltete die aus Brighton stammende Sängerin und Gitarristin Tabitha. Mit einem ähnlich mächtigen Organ wie Wilde ausgestattet, kombinierte sie mit warmer, rauer Stimme wehmütigem Folk und dunklen Blues. Besonders beeindruckend kam das in ihrer eigenen Komposition “Black wave“, einer düsteren Ballade mit stetig anschwellenden, fast bedrohlich wirkenden Rhythmen, zur Geltung.

Von Jörg Linnhoff

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