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Daniel-Stelter-Quartett im Kinder- und Jugendkulturzentrum „Alte Brauerei" Northeim

Kleine groovige Planeten Daniel-Stelter-Quartett im Kinder- und Jugendkulturzentrum „Alte Brauerei" Northeim

Groovig, kristallklar und luftig, so klingt das neue Album „Little Planets“ von Gitarrist Daniel Stelter. Ein zugängliches Jazzalbum, das der NDR zur Jazz-CD der Woche kürte. Am Freitag präsentierte Stelter seine „kleinen Planeten“ mit Band in der Alten Brauerei.

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Groovig, kristallklar und luftig, so klingt das neue Album „Little Planets“ von Gitarrist Daniel Stelter. Ein zugängliches Jazzalbum, das der NDR zur Jazz-CD der Woche kürte. Am Freitag präsentierte Stelter seine „kleinen Planeten“ mit Band in der Alten Brauerei.

Quelle: EF

Northeim. Stelter war schon mit siebzehn Jahren Mitglied im Bundesjugendjazzorchester unter der Leitung von Peter Herbolzheimer.

In Mainz studierte er Jazz-Gitarre. Seit 2008 besteht sein Quartett, mit dem er inzwischen drei CDs aufgenommen hat. Bekannt wurde Stelter auch durch seine Gastspiele in der Band von Ringsgwandl und durch sein Mitwirken an Produktionen von Künstlern wie Till Brönner, André Heller oder Helen Schneider.Ohne zusätzlichen Bühnenaufbau und Technik, nur verstärkt über die bandeigenen Amps, bringt das Quartett um Stelter (E-Gitarre), Ulf Kleiner (Fender-Rhodes), Christian Diener (E-Bass) und Tommy Baldu (Perkussion) eine ganz spezielle Klubatmosphäre in die Alte Brauerei.

Mit Ehrfurcht gedenken die Musiker im ersten Stück eines 850 Jahre alten Baumes. „Lindentree“ beginnt mit einem ruhigen Gitarrenintro, bevor auch die anderen Instrumente dezent hinzukommen. Mit treibendem Groove geht es dann in „Mail Art“ vom zweiten Album „Krikel Krakel“ über. Wichtig in ihrem Zusammenspiel sei das gegenseitige Zuhören und die Kommunikation, erläutert Stelter nach dem Konzert. So kreieren die Musiker im Konzert neue kleine Improvisationsteile.„How to catch the wind“ ist solch ein Kleinod, angelehnt an ein gleichnamiges Gedicht.

Zu einem Orgelintro schleichen sich Gitarre und Perkussion von einem kleinen Schellenteppich hinzu. Orgel und Gitarre spielen mit wechselnden Klangstrukturen, druckvoll unterstützt durch die luftigen Grooves von Diener und Baldu, der seine Perkussion auch mimisch sehr ausdrucksstark lebt. So entsteht ein fast magischer Klangteppich aus coolen Beats, gepaart mit Funk, Blues und Soulanteilen.

Auch in „Plateau“ nutzt die Band Freiräume, um Klänge auszuprobieren und darüber zu improvisieren. Dies geschieht mit sichtbarem Spaß aller vier Musiker, die einen begeisternden Auftritt hinlegen. Drei Coverstücke mischen sich zwischen die eigenen Kompositionen.

„Blackbird“ von den Beatles wird von Stelter als kleines Intro gesungen und Baldu baut in ein Schlagzeugsolo kurz den „Drum Boogie“ von Bigband-Drummer „Gene“ Krupa ein. Entspannt geht es mit „Mo´better blues“ von Branford Marsalis aus dem gleichnamigen Film von Spike Lee in die Zugaben. Die zahlreichen Konzertbesucher reagierten mit nahezu euphorischem Applaus. Von Jörg Linnhoff

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