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Supercoole Vorstellung

Folkrock-Trio Jon & Roy und Tom James Supercoole Vorstellung

Durch ihre mitreißenden Live-Auftritte haben sie in ihrer Heimat eine große Fangemeinde gewonnen. Mehr als 25000 Alben haben Jon & Roy verkauft. Nun wollen sie auf ihrer Tour durch die Niederlande, Österreich, Schweiz und Deutschland das europäische Publikum erobern und machten am Mittwoch im Apex Station.

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Das kanadische Folkrock-Trio Jon & Roy und Tom James.

Quelle: CM

Göttingen. Als Support eröffnet der Brite Tom James den Abend. Er ist zum wiederholten Mal mit seinen tiefgründigen Songs zwischen Folk und Rock, gesungen mit kräftiger, volumiger Stimme und mit seiner beeindruckenden Fingerstyle-Gitarrentechnik im Apex zu Gast. Seine Hände scheinen mit kurzen Anschlägen förmlich über die Saiten zu fliegen und zaubern fließende, hallunterlegte volumige Klangbilder, in denen man sich verlieren kann. Der Korpus der Gitarre, teils auf den Beinen liegend, dient ihm dabei als Klangkörper für zusätzliche Perkussionseinlagen.

Internationalen Auftritten, unter anderem mit dem australischen Singer-Songwriter Xavier Rudd, dem amerikanischen Folk-Sänger Trevor Hall oder dem kanadischen Hip-Hop Künstler Buck 65, haben Jon & Roy zu verdanken, dass sie auch international inzwischen eine große Fangemeinde haben. Lange im Duo unterwegs, haben sie Jon & Roy auch als Bandname beibehalten. Sänger Jon Middleton an Gitarre und Mundharmonika und Roy Vizer an Drums und Percussion werden komplettiert von Louis Sadava am Bass.

Ganz relaxed legt die Band mit dem lockeren Folkrockstück „Deep Steez“ los. Middletons leicht nasaler Gesang zu einem sich wiederholenden Gitarrenlick wird begleitet von einem entspannt rollenden Rhythmus auf Conga und Bass Drum. Diese entspannte Atmosphäre zieht sich durch ihr ganzes Konzert, hin und wieder mal aufgebrochen von kurzen Ausbrüchen. Ein lockerer Country-Rhythmus wird von einem folkigen Reggaestück abgelöst. Ohne große Unterbrechungen gehen die Stücke ineinander über. Die großen Redner sind sie nicht. Sie lassen lieber ihre Musik sprechen, die mal an Jack Johnson oder auch, mit den wunderbar fließenden Rhythmen, die Vizer immer wieder zaubert, an Paul Simons Meisterwerk „Graceland“ erinnert.

Ihre dynamische Version von „54-46 Was My Number“, im Original von Toots and The Maytals, reißt dann die begeisterten, vorwiegend jungen Besucher endgültig von den Sitzen. Stimmung wie in einem Rock´n Roll Konzert und das Publikum wiegt sich im Rhythmus. Mit dem Hip-Hop-Reggae Song „What I Need“ kühlt das Trio dann zum Ende die Gemüter wieder etwas ab.
Eine supercoole Vorstellung, die nachträglich herrlich entspannte Sommergefühle an einem regnerischen Herbsttag verbreitete.

Von Jörg Linnhoff

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