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Das läuft in Göttingens Kinos

Kinostarts der Woche Das läuft in Göttingens Kinos

Oliver Stone würdigt Edward Snowden, eine Frau kämpft gegen den Schmerz und warum es nichts Besseres als einen Beamtenposten gibt: Mit diesen Themen befassen sich die Kinostarts der Woche. Eine Zusammenfassung. 

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Man achte auf den Zauberwürfel in seiner Hand: Edward Snowden (Joseph Gordon-Levitt) schmuggelt Geheimdaten – jedenfalls in Oliver Stones Film.

Quelle: Universum

Fürs Vaterland

Der Geheimnisverräter ist der größte Patriot: Oliver Stone würdigt „Snowden"

Wozu brauchen wir noch einen Film über Edward Snowden? Wir haben doch schon einen, noch dazu einen ziemlich beeindruckenden. Er heißt „Citizenfour“ (2014) und erzählt direkt aus dem Hotelzimmer in Hongkong, aus dem Snowden die verblüffte Welt von den gigantischen Abhörpraktiken der US-Geheimdienste wissen ließ. Noch dazu handelt es sich dabei um einen Dokumentarfilm. Viel direkter geht es also nicht, als es Laura Poitras in ihrem mit dem Oscar ausgezeichneten Werk vorexerziert hat.

Nun sitzen wir Zuschauer schon wieder in dem Hotelzimmer in Hongkong zusammen mit ein oder zwei „Guardian“-Journalisten, und dieses Mal befindet sich Poitras ebenfalls im Bild, gespielt von Melissa Leo. Edward Snowden wird verkörpert von Joseph Gordon-Levitt. Und wieder sehen wir einen blassen, unrasierten, ernsthaften jungen Mann, der sein gewohntes Leben aufgegeben hat, um die Menschheit zu warnen vor der seiner Ansicht nach potenziell größten Überwachungsmaschinerie aller Zeiten.

Tippt er ein Passwort auf dem Laptop ein, hängt er sich zuvor eine Decke über Gerät und Kopf, um nicht ausgespäht werden zu können. Die Handys seiner Besucher hat er sicherheitshalber in der Mikrowelle deponiert. Der Mann ist nicht paranoid. Er weiß genau, was er tut und in welcher Gefahr er schwebt: Von nun an wird Edward Snowden von den US-Behörden verfolgt werden als Staatsfeind Nummer eins.

Bald befreit uns Regisseur Oliver Stone in seinem Film „Snowden“ aus dieser klaustrophobischen Enge und führt uns ein paar Jahre zurück im Leben der Hauptfigur – immer wieder wechselt er zwischen den Zeitebenen: zwischen Hotelzimmer und Vergangenheit. Er zeigt uns, wie aus dem IT-Spezialisten Snowden der Whistleblower Snowden wurde: Ein bebrillter junger Mann lässt sich von schurigelnden Unteroffizieren über Holztürme und durch Matschgruben scheuchen. Der junge Mann will partout in eine Eliteeinheit aufgenommen werden.

Solche Szenen kennt man von (Anti-)Kriegsfilmen, auch vom Vietnam-Veteranen Oliver Stone („Platoon“, „Geboren am 4. Juli“). Diesem Film-Rekruten aber ist der Idealismus nicht auszutreiben, auch dann nicht, als er mit gebrochenem Bein im Krankenhaus liegt und erfahren muss, dass seine Knochen nicht für solche Belastungen gemacht sind. „Es gibt viele Möglichkeiten, seinem Land zu dienen“, sagt ein mitfühlender Arzt. Genau das wird Snowden fortan tun – und das gilt schließlich auch für den Geheimnisverrat in Hongkong.

Der US-Filmemacher Stone, soeben 70 geworden, war schon immer für filmische Provokationen zu haben, egal ob er über die Hintergründe der Ermordung von J. F. Kennedy („John F. Kennedy – Tatort Dallas“) oder die Machenschaften von Richard Nixon („Nixon“) spekulierte oder auch seinem kubanischen Freund Fidel Castro huldigte („Commandante“). Stone zeichnet gerne ein Gegenbild von gängigen Überzeugungen.

Das gilt auch für seinen neuen Film, den Stone mit französischem und deutschem Geld drehte (in München!), weil kein Hollywoodstudio für diesen heiklen Stoff zu gewinnen war: Bis heute gilt Snowden in den USA – anders als in Europa – als Verräter. „Computerhacker“ nennt ihn der echte Barack Obama in diesem Film auf einem TV-Bildschirm geradezu verächtlich. Und nun tritt Stone an, um seinen Landsleuten und dem US-Präsidenten zu zeigen, dass Snowden der einzig wahre Patriot in einem Netz von gesetzesbrecherischen Geheimdienstlern ist, die sich wie böse Spinnen gegenseitig belauern.

„Snowden“ nach Stone ist eine Emanzipationsgeschichte, wie sie das Kino liebt. Ein junger Mann wird erwachsen und folgt nach einigen Umwegen seinen Überzeugungen. Zunächst aber kann der Computerexperte Snowden selbst kaum glauben, wie selbstverständlich die Kollegen mit Millionen von E-Mails, Facebook-Einträgen und SMS-Nachrichten von Menschen überall auf diesem Globus hantieren. Das Problem ist: Er ist selbst daran beteiligt. Die Datensammelei zerstört nicht nur die Privatsphäre, sondern hat auch konkrete, mörderische Folgen: Bei Drohnenangriffen werden die Informationen genutzt. Es gibt keine Unschuldigen in diesem Geschäft. Gänzlich unbeeindruckt vergleicht Snowden die Verantwortung der NSA-Spione mit derjenigen, die die sogenannten Mitläufer im NS-System hatten.

Auch Snowdens Privatleben ist gefährdet: Die Beziehung zu seiner Freundin Lindsay Mills (Shailene Woodley) leidet unter der psychischen Belastung. Als er auf Hawaii in einem Hochsicherheits-Stützpunkt arbeitet, der eines Bond-Films würdig wäre, trifft er einen Entschluss. Glücklich lächelnd und in Zeitlupe tritt er aus einem unterirdischen Gang ins helle Tageslicht. Die Geheimdaten hat er in seinem bunten Zauberwürfel an den Kontrollposten vorbeigeschmuggelt.

Mit solchen Bildern werden im Kino nur echte Helden gewürdigt. Stone hat in Snowden einen gefunden und ihn in einen erstaunlich konventionell erzählten Film eingepasst. Es könnte sein, dass der Regisseur in diesem Fall der historischen Wahrheit nähergekommen ist als bei manch anderem Film.

Joseph Gordon-Levitt

Die Medien liegen ihm in den Genen: Die Eltern von Joseph Gordon-Levitt (35) waren beim Radio, sein Großvater mütterlicherseits war Hollywoodregisseur Michael Gordon, der auch in Deutschland Ruhm einfuhr – etwa mit dem Mantel- und-Degen-Film „Der letzte Musketier“ (1950, mit José Ferrer als Cyrano de Bergerac) oder mit der frivolen Liebeskomödie „Bettgeflüster“ (1959) mit Doris Day und Rock Hudson.

Gordon-Levitts Karriere begann dann auch schon früh – mit sieben Jahren beim Fernsehen. Im Kino machte er erstmals im Alter von elf Jahren in Robert Redfords „Aus der Mitte entspringt ein Fluss“ (1992) auf sich aufmerksam. Wirklich bekannt wurde er durch die 139 Episoden der Scifi-Sitcom „Hinterm Mond gleich links“ (1996–2001) als einer von vier Aliens, die auf Erden die Verhaltensweisen von Menschen studieren sollten. Nach einem Studium an der Columbia University wechselte er vom komödiantischen ins ernste Fach. 2009 wurde er für seine Rolle in „(500) Days of Summer“ für den Golden Globe nominiert.

Christopher Nolan besetzte Gordon-Levitt in „Inception“ (2010) und im dritten Teil seiner Batman-Trilogie „The Dark Knight Rises“ (2012), wo er einen jungen Polizisten spielt, der sich dem Publikum am Ende durch einen dezenten Wink als Robin zu erkennen gibt, Batmans Kampfgefährte. Hoffnungen, Nolan würde einen Robin-Film drehen, haben sich bislang nicht erfüllt.

Sein nächstes Projekt ist das Drama „K Troop“. Da spielt er die Rolle des Majors Lewis Merrill, der nach dem amerikanischen Bürgerkrieg den Ku Klux Klan bekämpfte.

Der Schmerz einer Mutter

Schwer zu ertragen – und gerade deshalb sehenswert: Anne Zohra Berracheds Abtreibungsdrama „24 Wochen“

Sie muss sich bald entscheiden, ob sie ihr Kind haben will: Noch versucht Astrid (Julia Jentsch), diesem Moment zu entkommen.

Quelle: Neue Visionen

Von Stefan Stosch

Dieser Film lässt niemanden kalt: Das war schon bei der Berlinale so, als sichtlich mitgenommene Zuschauer aus dem Kino auftauchten. Der eine oder andere wischte sich Tränen aus dem Gesicht. Andererseits: Wie sonst sollte ein Film wirken, der in Nahaufnahme die Kaliumchloridspritze zeigt, mit der ein Arzt einen 24 Wochen alten Embryo im Mutterbauch zu töten beabsichtigt? Anne Zohra Berracheds Drama „24 Wochen“ erspart einem nichts. Wo andere abblenden, schaut sie hin. Dazu gehört Mut bei einem so polarisierenden Thema wie Spätabtreibung. Dieser Film ist unerbittlich – und stellt moralische Fragen.

Das Schicksal schlägt hier gleich zweimal zu. Die erste Diagnose lautet: Astrids Kind hat das Downsyndrom. Damit hätten die erfolgreiche TV-Kabarettistin und ihr Freund mit Beistand von Astrids Mutter (Johanna Gastdorf) wohl leben können. So ein „Downie“, Eltern dürfen das so sagen, ist doch ein besonders liebenswertes Geschöpf. Das kleine Glück im Vorstadthaus schien weiterhin machbar, das ältere Schwesterlein war zudem gesund. Aber dann wird auch noch ein schwerer Herzfehler beim Kind diagnostiziert. Was tun? Neun von zehn Frauen ringen sich in einem solchen Fall zur Spätabtreibung durch, heißt es in diesem Film.

Auch Astrid (Julia Jentsch) und Markus (Bjarne Mädel, der sich vom „Tatort-reiniger“ freispielt) müssen sich entscheiden. Das heißt: Laut Gesetz muss sich die Mutter entscheiden. Der Fernsehfrau Astrid fällt dies umso schwerer, als sie unter Beobachtung steht. Erst hat sie auf der Bühne noch Witze über ihren immer runder werdenden Bauch gerissen („Fällt Ihnen etwas auf? Genau, ich habe neue Schuhe.“), dann hat sie sich dem Schmerz in einer Livesendung geschlagen geben und abbrechen müssen.

Die Spannungen zwischen Astrid und Markus nehmen zu. Die Belastung ist kaum mehr zu ertragen. Halten die beiden das aus? Schon in ihrem vorigen Film „Zwei Mütter“ hat Anne Zohra Berrached die Verwundbarkeit einer Beziehung getestet: Da wollte ein lesbisches Paar ein Kind. Mit geradezu akribischer Präzision verfolgt die 1982 in Erfurt geborene Regisseurin den Leidensweg ihrer Protagonistin. Beratungsstelle, Behindertengruppe, Psychologe, Frühchenstation werden aufgesucht. Manche Ärzte spielen sich selbst, was diesem Film einen dokumentarischen Anstrich verleiht. Emotionslos dozieren die Mediziner über Tod und Leben: „Bei den Herzklappen nehmen wir Gore-Tex als Material, der Brustkorb muss aufgesägt werden.“ Viel näher an der Wirklichkeit geht es kaum. Der Anspruch auf eine umfassende Durchdringung des Themas macht auch die Zuschauer zu Getriebenen. Nur ganz selten dürfen wir durchatmen und einfach auf Windräder am Straßenrand schauen.

Julia Jentsch war schon Sophie Scholl und Effi Briest. Nun ist sie eine werdende Mutter in höchster Not. Viele Stufen der Entscheidungsqualen macht sie mit ihrem fein abgestuften Spiel sichtbar – bis hin zum beinahe lautlosen Schrei. Und dann sitzt Astrid in der Klinik, eine einfühlsame Hebamme neben sich, die allen Besserwissern mit einem einzigen Satz den Wind aus den Segeln nimmt: „Das kann einem keiner abnehmen. Und das darf auch keiner verurteilen.“

Produziert hat die Regisseurin „24 Wochen“ für die ZDF-Reihe „Das Kleine Fernsehspiel“, es ist ihr Abschlussfilm an der Filmhochschule Ludwigsburg. Sehenswert ist dieses Drama erst recht im Kino – obwohl oder gerade weil es so schwer zu ertragen ist.

Multikulti herrscht im Wilden Westen

Unterhaltsam reanimiert: „Die glorreichen Sieben“

Western-Klassiker: "Die glorreichen Sieben."

Quelle: Sony

In diesem Kinojahr werden die heiligen Kühe der Filmgeschichte geschlachtet – siehe „Ben Hur“. Nun folgt mit Antoine Fuquas „Die glorreichen Sieben“ das Remake eines weiteren Klassikers. Aber während das Update des Sandalenfilms um den jüdischen Fürsten Judah Ben Hur direkt in die digitalisierte cineastische Ödnis führte, kommt die Western-Reinkarnation der „Glorreichen Sieben“ deutlich vitaler auf die Leinwand zurück.

John Sturges’ Western „Die glorreichen Sieben“ aus dem Jahre 1960 war auch schon ein Remake von Akira Kurosawas sechs Jahre zuvor produziertem Eastern „Die sieben Samurai“. Dass der Stoff auch noch im dritten Aufguss eine gewisse Sexyness entwickelt, hat weniger mit der Geradlinigkeit des Plots zu tun als mit einer erstklassigen Besetzung. Denzel Washington führt als Kopfgeldjäger Sam Chisolm die Söldnergang an, die das Städtchen Rose Creek aus den Fängen des kriminellen Kapitalisten Bartholomew Bouge (Peter Sarsgaard) befreit.

Damit folgt Fuqua der Spur, die Quentin Tarantino schon in „Django Unchained“ und zuletzt in „The Hateful Eight“ legte: Afroamerikanische Helden durchbrechen die weiße Hegemonialherrschaft im Western. Chisolm schart eine exzentrische Multikulti-Mannschaft um sich: Vom traumatisierten Bürgerkriegsveteranen Goodnight Robicheaux (Ethan Hawk) und dessen koreanischen Busenfreund Billy Rocks (Byung-hun Lee) über den Mexikaner Vasquez (Manuel Garcia-Rulfo) und den irischen Haudegen Josh Frarady (Chris Pratt) bis zu dem psychisch instabilen Trapper Jack (Vincent D’Onofrio) und dem verstoßenen Indianersohn Red Harvest (Martin Sensmeier) reicht die Regenbogenfraktion, die mit Colts, scharfen Klingen, Pfeil und Bogen gegen das Böse ins Feld zieht.

Das Innovationspotenzial hat sich damit zwar schon erschöpft, aber Fuqua inszeniert die klassische Western-Story mit einem großen Herz fürs Genre und einem großzügigen Budget, das nicht nur in Honorare investiert wurde – auch die visuelle Umsetzung ist hochwertig. Kameramann Mauro Fiore verbindet fabelhafte Landschaftstotalen, in denen sich die Silhouetten der sieben Helden auch schon einmal vor der untergehenden Sonne abzeichnen dürfen, mit Kampfgetümmel-Szenen, die den Ansprüchen des modernen Actionkinos Genüge tun. Wenn der Bösewicht mit seiner Armee angeritten kommt, bebt der Kinosaal in bester Surround-Qualität. Man glaubt, das Schnauben der Pferde im Nacken zu spüren. Sicherlich wirkt das Finale mit seinen ausufernden Gefechtsszenarien länglich, aber das war – Hand aufs Herz – in Sturges’ Film auch nicht anders. Als gelungenes Western-Relaunch können Fuquas „glorreiche Sieben2 jedenfalls in der modernen Kinolandschaft bestehen.

Tunesisches Erwachen

Das Drama „Hedis Hochzeit“ erhielt den Silbernen Bären

Hedi (Majid Mastoura) ist Mitte zwanzig und arbeitet als Verkaufsagent bei einer tunesischen Peugeot-Vertretung Er wird demnächst Khedija heiraten. Das haben die Familien längst beschlossen. Für Khedija ist die Hochzeit ein Befreiungsschlag aus familiärer Enge, während sich für Hedi nicht viel ändern wird. Seine verwitwete Mutter hat in ihrem Haus das Obergeschoss für das Brautpaar ausgebaut und nimmt auch die Hochzeitsvorbereitungen in die Hand – so wie sie schon immer alles in die Hand genommen hat.

Wenige Tage vor der Hochzeit wird Hedi ans Meer versetzt, wo er neue Kunden akquirieren soll. Dort lernt er Rim (Rym Ben Messaoud) kennen, eine selbstbewusste Frau. Die Affäre wirft ihn aus der vorgezeichneten Lebensumlaufbahn. Aber ob er auch stark genug ist für ein Dasein jenseits der Traditionen?

In „Hedis Hochzeit“ geht Regisseur Muhamed Ben Attia das Thema arrangierte Ehe aus Männerperspektive an. Auf sensible Weise verdeutlicht der Film, dass in arabischen Ländern die Geschlechterrollen in Bewegung sind. Ebenso ist Hedis Rebellion Sinnbild für einen notwendigen zweiten Umwälzungsprozess, der in Tunesien nach der Abschaffung des autoritären Regimes noch aussteht. Auch davon erzählt dieser kleine Film, der bei der Berlinale zu recht mit dem Silbernen Bären für den besten Hauptdarsteller gekürt wurde.

Hauptsache Beamter

Checco Zalone klammert sich an seinen „Vollposten“

Sicherer Stuhl: Macho Checco (Checco Zalone) liebt seinen Job.

Quelle: Weltkino

Sicher ist besser! Keine Versetzung, weder die zu den Alböis von Südtirol noch die auf Lampedusa noch eine an den Nordpol hat Checco (Checco Zalone) bewegen können, sich abfinden zu lassen. Ermöglicht der öffentliche Dienst doch Sicherheit, Trägheit, Eigennutz. „Die Verbeamtung“, so versichert ihm auch sein Senator, „ist heilig“.

Gennaro Nunziantes „Der Vollposten“ nimmt italienische Verhältnisse aufs Korn, und das im Stil der Machismo-Klamotte, deren letzter Heros Adriano Celentano war. Die Fusion von Gesellschaftskomödie und Albernheit zog zehn Millionen Italiener ins Kino – Rekord. Wohl weil es risikolos war, sich über die Stiefelrepublik zu amüsieren. Durch die cartooneske Clownfigur Checco bleibt sie hübsch unwirklich.

In dem Unsympathen schlägt natürlich das gute Herz aus Gold. Die Liebe bringt es schließlich an den Tag. Ein Erfolg dieses Films ist auch in Deutschland möglich, wo Beamte in ähnlichem Ruch stehen. Checcos Synchronsprecher Bastian Pastewka hat man trotzdem erst mal auf die Poster platziert. Der Verleih denkt da wie der Held: Sicher ist besser.

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