Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Dawson im "Hexenkessel"

Konzert im Apex Dawson im "Hexenkessel"

Der in London geborene Sänger, Gitarrist, Songschreiber und Harmonikaspieler Julian Dawson steht seit vier Jahrzehnten auf den Bühnen der Welt. Zu diesem Anlass tourt er mit seinem neuen Album „Living Good“ und hat seine Songs im Dunstkreis von Folk, Blues, Country und Pop jetzt im Apex vorgetragen.

Voriger Artikel
GSO eröffnet Zyklus „Wiener Klassik“
Nächster Artikel
Gebackene Pfannkuchen von Rembrandt

Sänger, Gitarrist, Songschreiber und Harmonikaspieler Julian Dawson.

Quelle: Wenzel

Göttingen. Der 61-jährige Brite Julian Dawson hat viele musikalische Wurzeln. Er tritt als Solokünstler und in Bands auf, ist als Übersetzer tätig und verfasste eine viel beachtete Biografie über den Keyboarder Nicky Hopkins. Mit BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken verbindet Dawson eine langjährige Freundschaft. Er produzierte 2013 auch Niedeckens Album „Zosamme alt“ und hat selbst 23 Alben veröffentlicht.

Dawson liebt die Spontaneität. Stets geht er ohne eine Setliste auf die Bühne und beginnt seine Auftritte mit einem A-cappella-Song. Nach „Spark of human kindness“ nimmt der großgewachsene Sänger sein Publikum mit auf eine Reise voller wahrhaftiger und erlebter Geschichten, charmant, humorig erzählt und in wunderbare Songs gekleidet. Vor mehr 100 Jahren habe er mal im Nörgelbuff gespielt, sagt Dawson. Interessiert erkundigt er sich, ob es den Club noch gibt. Dawson spricht nahezu fließend Deutsch.

„Roll with the animals“ sollte ursprünglich der Titelsong seines neuen Albums werden und ist nach seiner Ansicht eines der langsamsten Lieder der Welt. „Duke“ handelt von einem Verlierer, der ironischerweise in „Poverty Town“ strandet. „Rusty old car“,  ein Lied über das Älterwerden, benutzt das Auto als Metapher, eine Tatsache, die allen Journalisten aber sofort aufgefallen sei, wie Dawson schmunzelnd hinzufügt. Ein Telefonat vor dem Konzert mit einer seiner drei Töchter habe ihn dazu animiert, drei Lieder über Kinder spielen zu wollen. „I’m going to miss you “ ist ein Abschiedslied für seine jüngste Tochter, als diese für ihn überraschend mit sechzehn Jahren zum Studieren nach Dänemark ging.

Das „katholische Partylied“ „That’s why god made saturday night“ ist purer Rock’n Roll und fordert das begeisterte Publikum zu frenetischen Mitmachreaktionen. Dawson reagiert beeindruckt mit dem Wort „Hexenkessel“, das ihm wunderbar über die Lippen geht. In Osnabrück habe er mal in einer 200 Menschen fassenden Halle nur eine Eintrittskarte verkauft. Um die Gage zu bekommen musste er auf Verlangen des Veranstalters mit seiner Band den kompletten Set spielen. Der einzige Gast sei ein Rollstuhlfahrer gewesen. Ein zauberhafter Abend mit vielen humorvollen Geschichten zu mitreißender Musik endet mit einer sehr stimmungsvollen akustischen Version von „Death of a clown“.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Milchbar im Nörgelbuff