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Friedenskonzert des Knabenchors

110 Sänger im Einsatz Friedenskonzert des Knabenchors

Mit etwa 110 Sängerinnen und Sängern wird der Göttinger Knabenchor „The Armed Man: A Mass for Peace“ aufführen. Das Friedenskonzert wird vom Volkswagen Philharmonic Orchestra und dem Konzertchor des Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG) begleitet am Sonnabend, 12. November, in der Göttinger Johanniskirche.

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Die Sänger des Göttinger Knabenchors stehen am Sonnabend, 12. November, mit dem Konzertchor des OHG und dem Volkswagen Philharmonic Orchestra auf der Bühne.

Quelle: Hagenguth

Göttingen. Das zur Jahrtausendwende geschriebene Werk des walisischen Komponisten Karl Jenkins ist eine musikalische Aufarbeitung von 2000 Jahren christlicher Glaubens-, Kriegs- und Musikgeschichte. Jenkins konfrontiere mit „The Armed Man“ die katholische Messliturgie mit freien Dichtungen verschiedener Autoren, die sich mit der Faszination und dem Grauen des Krieges auseinandersetzen, erläutert Knabenchor-Leiter Michael Krause.

Viel zu rasch

Texte aus Indien werden ebenso berücksichtigt wie ein arabischer Ruf zum Gebet. Der Beginn des Werkes greife auf den Hymnus „L’homme arme“ zurück, der im Mittelalter in Südfrankreich entstand und Spanien unter arabischer Herrschaft stand. Die Idee zum Konzert hatte Krause, als im Herbst 2015 immer mehr Flüchtlinge nach Europa und Deutschland kamen.

„Es ist noch nicht lange her, dass Menschen in unserem Land ähnliche Schicksale erleiden mussten, wie die Flüchtlinge aus Syrien und anderen Ländern heute“, so Krause. „Viel zu rasch scheint das bei dem Teil der Bevölkerung, der mit fremdenfeindlichen Parolen auf unseren Straßen demonstrieren geht, in Vergessenheit geraten zu sein. So war die Überlegung, welche Möglichkeiten sich in der Chorarbeit mit Jugendlichen bieten, dieser ‚Unkultur‘ einen kulturellen Akzent entgegenzusetzen, nur logische Konsequenz.“

Es sei „beglückend“ mitzuerleben, mit welchem Enthusiasmus die beiden Jugendchöre das Oratorium probten und mit der Musik eine „Fackel für ein friedliches Miteinander in der Welt anzünden wollen.“

Dieser Enthusiasmus wurde bei einem Probenbesuch sofort spürbar: Die jungen Leute stehen begeistert vor dem Chorleiter und werden nicht müde, für die „Friedensmesse“ zu üben. Krause schafft es, anfangs noch schüchterne Sängern zu überzeugen, ihre Stimmen kraftvoll einzusetzen. Stimmen, die die Botschaft Jenkins‘ weitertragen – am Sonnabend dann auch begleitet vom Volkswagen Philharmonic Orchestra.

An den Proben waren auch einige syrische Flüchtlinge beteiligt, die jedoch in Flüchtlingseinrichtungen anderer Gemeinden verlegt wurden. Deshalb können sie am Sonnabend nicht mit auf dem Sänger-Podest stehen. Das Friedenskonzert beginnt um 18 Uhr in der Göttinger Johanniskirche. Karten sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Von Maren Iben

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