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Der Göttinger Verleger Gerhard Steidl hat das Zeit-Magazin gestaltet

Man kann das überall machen Der Göttinger Verleger Gerhard Steidl hat das Zeit-Magazin gestaltet

Der Göttinger Verleger Gerhard Steidl hat in dieser Woche das Magazin der Wochenzeitung Zeit gestaltet. Im Kurzinterview spricht er über die Unterschiede zwischen Buch- und Zeitungsproduktion.

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Der Göttinger Verleger Gerhard Steidl hat in dieser Woche das Magazin der Wochenzeitung Zeit gestaltet. Im Kurzinterview spricht er über die Unterschiede zwischen Buch- und Zeitungsproduktion.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Was ist der wesentliche Unterschied zwischen der Produktion eines Buches und eines Zeitungsmagazins?

Von der Konzeption der Gestaltung bis zum Beginn des Drucks ist alles gleich. Aber was die Auswahl des Papiers und den Druck angeht, da haben wir viel mehr Möglichkeiten. Der industrielle Druck lässt nicht so viele Eingriffe zu. Das Zeit-Magazin wird in Ahrensburg gedruckt. Ich bin dort hingefahren, und wir haben zusammen recherchiert, welche Eingriffe möglich sind. Es ist überraschend, was alles möglich ist, wenn der gute Wille da ist und das Interesse.

Was haben Sie verändert?
Wir haben verschiedene Papiersorten ausgewählt, um das Produkt aufzuwerten. Und besseres Papier hat ein ausgezeichnetes Druckergebnis gebracht. In einer Zeit, in der uns eine elektronische Industrie einreden will, alles aus Papier sei veraltet, müssen wir die Produkte hochwertiger gestalten. Und das Zeit-Magazin war jetzt der Beweis, dass das möglich ist. Das Wesentliche: Man kann das überall machen, bei der Bild, bei der Süddeutschen Zeitung oder beim Göttinger Tageblatt.

Gibt es in dem Magazin etwas, das Sie für besonders gelungen halten.

Die vier Seiten mit der Druckgraphik. Sie zeigen, aus welchen Farben das Heft gedruckt wurde, denn es ist ja auch eine Druckerschule. Und ein Künstler hat direkt auf den Druckzylinder graviert.

Würde es Sie reizen, diese Ausflug zu dem periodisch erscheinenden Medium neben dem Herstellen von Büchern fortzusetzen?

Ja! Es ist absolut reizvoll, das fortzusetzen und auszuloten. Man hat etwas Wertigeres in der Hand als ein iPad, das der schnellen Information dient. Wenn man etwas aufheben will, ist es auf Papier besser aufgehoben.    

Interview: Peter Krüger-Lenz

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