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Der Kölner Comedian Paul Panzer zu Gast in der Lokhalle Göttingen

Schrulliger Vertreter Der Kölner Comedian Paul Panzer zu Gast in der Lokhalle Göttingen

Lauter Lichtpunkte werden an die Wand projiziert: „Das Universum“ erklärt eine Stimme aus dem Off. Um dann im Eilschritt die Milchstraße, die Erde, die Entstehung von Leben und die Evolution des Menschen abzuhandeln. Hier endet der kleine Film zum Einstieg, beim Homo sapiens. Und ein besonders schrulliger Vertreter dieser Spezies betritt die Bühne.

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Der Kölner Dieter Tappert ist Paul Panzer.

Quelle: Heller

Göttingen. Der Komiker Dieter Tappert, besser bekannt unter dem Namen seiner Kunstfigur Paul Panzer, präsentiert in der Lokhalle sein Programm „Alles auf Anfang“.

Und Panzer fängt wirklich ganz vorne an – mit dem Urknall und dem Expandieren des Alls. „Das Universum dehnt sich aus und wir mit ihm.“ Ein wunderbares wissenschaftliches Argument, warum man bei dem Blick auf die Waage nicht „Scheiß Pizza“ sondern „Scheiß Universum“ denken sollte, findet Panzer.

Viele Themen in seinem Programm stammen aus der Wissenschaft. Besonders Erkenntnisse aus der Urgeschichte ziehen sich durch den ganzen Abend, indem der Kölner immer wieder die Verhaltensweisen des heutigen Menschen den Gebräuchen seiner Vorfahren in der Steinzeit gegenüberstellt.

So werde heute ein riesen Trara um die Geburt eines Säuglings gemacht. Das sah bei den Steinzeitmenschen noch ganz anders aus, meint Panzer. Damals habe sich jeder einbringen müssen, warum die ersten Worte an das Neugeborene wohl „Heul nicht, geh’ Brombeeren pflücken“ gewesen seien.

„Ja, der Gag ist hin, davon könnt ihr euch verabschieden“

Für Witze wie diesen wird Panzer mit begeistertem Beifall belohnt. Doch wie so oft ist der lustigste Moment des Abends einer, der nicht geplant war. Dann nämlich, als ein einzelnes lautes Lachen Panzer derart aus dem Konzept bringt, dass er selbst in heftiges Lachen verfällt und nicht mehr aufhören kann. Dabei erfordert die laufende Textstelle einen gewissen Ernst.

„Ja, der Gag ist hin, davon könnt ihr euch verabschieden“, sagt er, woraufhin das Publikum nur noch mehr lachen muss. „Jetzt hört mal auf, da ist überhaupt keine Sollbruchstelle“, wehrt sich Panzer kichernd, „ihr Arschgeigen, ihr!“ Übel nimmt ihm das niemand. Im Gegenteil, der Künstler erntet enthusiastischen Applaus.

Der Abend endet mit einer Ankündigung. Bereits im November werde er wieder in Göttingen zu Gast sein. Diesmal mit neuem Programm.

Von Daniela Lottmann

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