Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Der Weender Petri-Chor feiert in diesem Jahr 30. Geburtstag

Glücksfall Der Weender Petri-Chor feiert in diesem Jahr 30. Geburtstag

Mit zwei Festkonzerten feiert der Petri-Chor Weende am 7. und 8. März seinen 30. Geburtstag. Gegründet wurde er 1985  – wobei seine Vorgeschichte bis 1983 zurückreicht.

Voriger Artikel
Dietmar Wischmeyer mit „Achtung Artgenosse!“ im DT
Nächster Artikel
Tenor Schlachter und Eberhardt präsentieren Schuberts „Winterreise“

Freimund Pankow

Göttingen. Einer der Männer der ersten Stunde ist der 70-jährige pensionierte Lehrer Freimund Pankow, der seit November 1984 dem Chortenor angehört. „Damals gab es als Männerstimmen nur einen Bass und einen Tenor“, erinnert er sich. Im März 1983 hatte sich ein Kreis sangesfreudiger Gemeinde­mitglieder unter der Leitung der Organistin Christine von Peter zusammengefunden.

Diese erste kleine Gruppe trug vor allem zur musikalischen Ausgestaltung von Gottesdiensten bei.

Wechsel in der Leitung des Chores

Im Herbst 1986 wurde Bettina Gütschow Chorleiterin und stellte die Sangesgruppe, die sich nun Petri-Chor nannte und 16 Sängerinnen und Sänger umfasste, in einer Abendmusik im November 1986 erstmals öffentlich vor. Zwei Jahre lang betreute die Kirchenmusikerin diesen Chor und veranstaltete mehrere Konzerte.

Ihre Nachfolgerin wurde Elizabeth Henking-van Horne, die damalige Organistin der Gemeinde, unter deren Leitung der Chor allmählich auf 25 bis 30 Mitglieder anwuchs. Nach drei Jahren stand ein erneuter Wechsel in der Leitung an. Norbert Bernholt, Lehrer an der Arnoldi-Schule für Volkswirtschaft und Sozialkunde, hatte neben seinem Beruf eine Kirchenmusikerausbildung absolviert und übernahm 1991 den Petri-Chor.

„Das war ein echter Glücksfall für uns“, betont Pankow: „Seine Art war so angenehm, er hatte eine richtige Sunnyboy-Ausstrahlung.“ Und Pankows Ehefrau Bärbel, ebenfalls seit vielen Jahren im Petri-Chor (Sopran) aktiv, ergänzt: „An keinem Tag war er mürrisch oder ausgelaugt.“ Nur kurz vor Aufführungen sei er manchmal etwas nervös gewesen.

Die Ära Bernholt ist durch eine Qualitätssteigerung des Chores gekennzeichnet, der bald mehr als 50 Mitglieder verzeichnen konnte. Immer öfter gab es auch Aufführungen mit einem Orchester, das Bernholt aus Göttinger Musikern rekrutierte. Gern setzte der Chorleiter selten zu hörende Kompositionen aufs Programm, etwa Carl Heinrich Grauns Passionskantate „Der Tod Jesu“, das „Stabat Mater“ von Josef Gabriel Rheinberger, Carl Philipp Emanuel Bachs Oratorium „Die Israeliten in der Wüste“ oder das Requiem von Jan Dismas Zelenka. 20 Jahre lang betreute Bernholt den Petri-Chor, bis er aus familiären Gründen Göttingen verließ.

Abitur abgelegt und Musikstudium begonnen

Die schon vorher begonnene Suche nach einem Nachfolger gestaltete sich anfangs schwierig, die Messlatte lag hoch. Doch da kam im August 2011 ein ganz junger Musiker, der eben sein Abitur abgelegt und das Musikstudium aufgenommen hatte: Antonius Adamske. Er nahm die Choristen von Anfang an für sich ein.

„Der war wieder ein Glücksfall“, schwärmt Freimund Pankow. Unter Adamskes Leitung hat der Chor auch intensiv Stimmbildung betrieben und unter anderem mit großem Erfolg die „Brockes-Passion“ von Gottfried Heinrich Stölzel (2013) und Händels Oratorium „Solomon“ (Oktober 2014) aufgeführt. Proben sind mittwochs: Dieser Termin ist bei den Petri-Choristen eine feste Größe.

Auf dem Programm der Festkonzerte stehen die „Nelsonmesse“ von Joseph Haydn sowie die Motette „Jesu meine Freude“ und die Orchestersuite Nr. 3 D-Dur von Johann Sebastian Bach. Es spielt das Göttinger Barockorchester, Gesangssolisten sind Patricia Grasse, Marlene Gassner, Georg Drake und Mathias Tönges.

Beide Konzert beginnen um 17 Uhr: am Sonnabend, 7. März, in der Kirche St. Petri Weende, Petrikirchstraße 17, und am Sonntag, 8. März, in der Göttinger Kirche St. Nikolai, Nikolaikirchhof 1. Karten gibt es bei Nota bene, Burgstraße 33.

Von Michael Schäfer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Milchbar im Nörgelbuff