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Westafrikanischer Wohlklang

Sänger Adjiri Odametey & Band im Apex Westafrikanischer Wohlklang

Das Markenzeichen des ghanaischen Singer-Songwriters Adjiri Odametey ist seine warme, erdige Stimme, gepaart mit den Klängen afrikanischer Original-Instrumente. Odametey sieht sich als Botschafter traditioneller afrikanischer Musik. Im Trio trat er am Mittwoch im Apex auf. Adjiri Odametey wuchs in Accra, der Hauptstadt Ghanas, auf.

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Quelle: Peter Heller

Göttingen. Bereits als Kind brachte ihn sein Großvater in Kontakt mit traditioneller Musik. Später hat er in vielen Ensembles gespielt. Tourneen führten ihn nach Japan, Kanada, Russland, Alaska, Kuba und Europa. Aus diesen vielfältigen Eindrücken formte er seinen individuellen Stil mit starker westafrikanischer Prägung.

Seine „Bigband“, wie er schmunzelnd bei der Vorstellung vor ausverkauftem Haus anmerkt, besteht aus Lantey Lankai an Cajon, Talking Drum und Perkussion und Jack Woanya an Kalimba, Perkussion und Balafon, einem Holzxylophon, bei dem Kürbisse als Resonanzkörper verwendet werden. Multiinstrumentalist Odametey selbst spielt Gitarre, Kora, die Daumenklaviere Mbira und Kalimba und Perkussion.

Ganz laid back zu Gitarren- und leichter Perkussionsbegleitung gleitet das Trio mit „Shidaa“ von Odameteys aktuellen dritten Album „Dzen“ (Welt) in den Abend. Odametey singt die Lieder in seiner Muttersprache Gaa, eine der zahlreichen Sprachen Ghanas. Mit „Eeba“ werden sie etwas beschwingter. Odameteys ausdrucksstarker Gesang mit warmem Timbre scheint über dem wunderbar entspannten Perkussionsteppich förmlich zu schweben, wohlklingend die perlenden Laute der Mbira, einem der ältesten Instrumente Afrikas, das ursprünglich aus Simbabwe stammt. Die beidhändig gespielte Mbira besteht aus einem massiven Holzbrettchen, auf dem sich zwischen sieben bis 28 Metallzungen in unterschiedlicher Länge und Stimmung befinden.

Immer wieder bindet Odametey das Publikum als Chor ein. Zu dem instrumentalen Solostück „Savannah swing“ greift er zur Kora, einer 21-saitigen westafrikanischen Stegharfe, deren Korpus aus einer großen, mit Kuhhaut umspannten, Kalebasse besteht. Mit beiden Händen gezupft, erzeugt das Instrument wunderbar fließende, helle Klänge.

Im zweiten Teil eines Abends wird es dann auch mal laut. Zu „Ghana Rock“ zünden die drei Musiker ein mitreißend rollendes, perkussives Feuerwerk unter Verwendung von ghanaischen Kpanlogo-Trommeln und einer Talking Drum, begleitet von euphorischen Reaktionen aus dem Publikum.

Von Jörg Linnhoff

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