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Deutsches Theater thematisiert Arisierung

Theater zur NS-Zeit Deutsches Theater thematisiert Arisierung

Das Deutsche Theater Göttingen macht die sogenannte Arisierung in der Universitätsstadt während der Nazi-Diktatur zum Thema. Das Stück "Die Nutznießer" hat an diesem Sonnabend Premiere, teilte das Theater mit.

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Göttingen. Das Stück handelt von Göttinger Geschäfts- und Privatleuten, die sich am Eigentum deportierter und vertriebener Juden bereicherten. Die Nationalsozialisten hatten 1935 mit den Nürnberger Gesetzen die Grundlage für die "Arisierung" geschaffen. Ziel war die völlige "Entjudung" Deutschlands. Viele Juden sahen nur noch in einer schnellen Emigration einen Ausweg aus ihrer Lage. Sie verkauften Immobilien, Betriebe, Geschäfte, aber auch Schmuck und Kunst, um sich den Aufbau einer neuen Existenz zu ermöglichen. Häufig veräußerten sie ihren Besitz weit unter dem realen Wert, denn die Käufer saßen bei den Verhandlungen am längeren Hebel. Sowohl für den Nazistaat als auch für viele deutsche Privatleute bedeutete das ein gewaltiges Geschäft.

Das Deutsche Theater beauftragte die Berliner Autorin Gesine Schmidt, ein Stück über die "Arisierung" in Göttingen zu schreiben. Das Stück "Die Nutznießer" beruht den Angaben zufolge ausschließlich auf dokumentarischem Material. Es würden darin auch Namen von Personen genannt, deren Nachkommen zum Teil noch in der Stadt lebten, hieß es.

epd

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