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Deutsches Theater und Göttinger Tageblatt feiern 125-jähriges Jubiläum

„Die Welterklärer“ Deutsches Theater und Göttinger Tageblatt feiern 125-jähriges Jubiläum

Man könnte jetzt behaupten, dass sie zusammen alt geworden sind – oder doch  eher, dass sie zusammen jung geblieben sind. Auf jeden Fall feiern das Göttinger Tageblatt und das Deutsche Theater Göttingen fast gleichzeitig ihr 125jähriges Bestehen. Dazu gibt es am Donnerstag, 11. Dezember, um 19.45 Uhr eine Theatervorstellung im Großen Haus: „Die Welterklärer – seit 125 Jahren“.

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1890 gegründet: das Deutsche Theater.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Zugegeben, das Tageblatt ist ein Jahr älter, aber dafür musste es auch schon über das Deutsche Theater berichten, als es dieses noch gar nicht gab.

Schließlich war die Errichtung eines neuen Theatergebäudes für Göttingen eine Sensation. Eine Symbiose von Anfang an.

Ums Geld ging es auch damals schon: Der Verleger Gustav Wurm wollte mit seiner Zeitung welches verdienen, und die Göttinger Bürger wollten fürs Theater möglichst keines ausgeben. Schon früh beschwerten sich die Theaterdirektoren über die harten Pachtverträge, die ihnen kaum Spielraum für die Kunst ließen. Und die städtische Theaterkommission klagte, dass die künstlerisch hochwertigen Produktionen so viel schlechter liefen als die Komödie und die Operette.

Verleger Wurm stellte von Anfang an klar, dass seine neue Zeitung auf „politischem und religiösen Gebiete“ unparteiisch sei und mit größter Sorgfalt berichten werde. Die Direktoren des Deutschen Theaters verzichteten nicht darauf, den Göttingern zeitgenössisches Drama und sperrige Klassik auf die Bühne zu stellen.

Musik aus „Tom Sawyer und Huckleberry Finn“

Das haben Journalisten und Theaterleute gemeinsam: Es geht nicht ohne Haltung. Und letztlich vereint sie die Aufgabe, ihre Zeit und ihre Stadt kritisch zu beleuchten. Nicht immer ist das Verhältnis ungetrübt: Mal leidet der Kritiker in den Produktionen des Theaters, mal leidet das Theater unter den Verrissen der Kritik. Journalismus und Theater verlangen Leidenschaft, da darf es auch mal emotional werden.

125 Jahre bestehen das Göttinger Tageblatt und das Deutsche Theater Göttingen neben- und miteinander. Wir nehmen dies zum Anlass, auf der Bühne des Deutschen Theaters Göttingen gemeinsam einen unterhaltsamen Streifzug durch die Geschichte beider Institutionen zu unternehmen.

Der Bogen reicht von der ersten Ausgabe des Tageblatts am 6. August 1889, der ersten Premiere im neuen Theatergebäude 1890, über die Zeit des Nationalsozialismus, die junge Bundesrepublik, die Wiedervereinigung Deutschlands in unsere Zeit. Historisches, Anekdotisches, Aktuelles. Ein Abend über Blatt- und Theatermacher im Wandel von 125 Jahren. Den Rahmen bildet Musik von Kurt Weill aus „Tom Sawyer und Huckleberry Finn“.

Karten gibt es im Deutschen Theater, Theaterplatz 11, unter Telefon 05 51 / 49 69 11 und in den Tageblatt-Geschäftsstellen, Jüdenstraße 13c in Göttingen und Auf der Spiegelbrücke 11 in Duderstadt.
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