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Die Brüder waren durchaus geschäftstüchtig

Gebrüder Grimm Die Brüder waren durchaus geschäftstüchtig

Die Stadt Kassel hat 88 bisher nicht bekannte Briefeder Brüder Jacob und Wilhelm Grimm an ihren Verleger, die Dieterichsche Buchhandlung in Göttingen, erworben.

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Denkmal der Gebrüder Grimm.

Quelle: dpa

Kassel. Zu dem am 5. April in Berlin für 50 000 Euro ersteigerten Konvolut kämen noch acht weitere Briefe der Verleger an die beiden Brüder, sieben Briefe aus dem Umfeld sowie 20 Briefe von Herman Grimm, dem Sohn Wilhelm Grimms, sagte Holger Ehrhardt, der an der Universität Kassel die Brüder-Grimm-Stiftungsprofessur innehat.

In dem Göttinger Verlag seien alle bedeutenden Werke der Grimms erschienen, auch die Hausmärchen seien dort ab der 3. Auflage verlegt worden. In den Briefen, die noch nicht erforscht sind, gehe es nach einer ersten Durchsicht vor allem um die Übersendung von Manuskripten und Korrekturen, so Ehrhardt weiter.

Auch Verträge und Honorarverhandlungen spielten eine Rolle. Obwohl die Brüder durchaus geschäftstüchtig gewesen seien, hätten sie mit den Büchern offenbar nicht viel verdient. „Die Einnahmen dürften sich bei rund zehn Prozent ihres Jahresgehaltes bewegen“, sagte Ehrhardt.

Über 700 Brief der Grimms sind im Eigentum von Stadt und der Kassler Universitätsbibliothek. Die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm lebten mit Unterbrechungen über 30 Jahre in Kassel. Jacob war von 1830 bis 1837 Professor an der Universität Göttingen, Wilhelm zwischen 1835 und 1837. epd

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