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Zurück in der Heimat

Die Feisten: Konzert und CD Zurück in der Heimat

Früher waren sie zu dritt und hießen Ganz Schön Feist, seit 2013 treten Rainer Schacht und Mathias Zeh als Die Feisten auf. Am Sonnabend, 15. Oktober, gastiert das spaßige Gesangsduo mit seinen sparsam instrumentierten humorvollen Liedern in der Stadthalle am Albaniplatz.

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Seit 2014 als Duo „Die Feisten“ unterwegs: Rainer Schacht (rechts) und Mathias Zeh.            

Quelle: R

Göttingen. Eigentlich sind Rainer Schacht und Mathias Zeh ja Söhne Göttingens. Zeh wohnt zwar schon lange in Kassel und Schacht inzwischen in Mannheim. Doch ihre Auftritte in Südniedersachsen betrachten sie immer noch als Heimspiel. „Es ist ein Spezialgefühl, wenn ich vorbeifahre oder wir dort auftreten“, sagt Schacht im Telefoninterview. Kontakte in die Region bestehen ja auch noch. Im Tonstudio von Thomas Körber in Weende nehmen Die Feisten auf, nach Veckerhagen an der Weser ziehen sie sich in ein Ferienhaus zurück, wenn sie neue Lieder erarbeiten „und meine Mutter wohnt noch in Uslar“, sagt Schacht. Und er setzt noch einen drauf: „Der emotionale Höhepunkt ist der Auftritt in der Stadthalle.“

Vor ihrem Auftritt ist jetzt eine neues Live-Album mit dem Titel „Nussschüsselblues“ herausgekommen, ein Mix aus Klassikern und neuem Liedmaterial. Stücke wie „Flamingo Dolores“, „Tofuwurst“, Hundewelpenfoto“ und das titelgebende „Nussschüssel­blues“ haben „erst vier oder fünf Konzerte auf dem Buckel“, erklärt Schacht. Wonach haben sie die alten Lieder ausgesucht? Schacht: „Nach dem Lustprinzip“. So finden sich auf der CD unvergessene Werke aus der bald 30-jährigen Bandgeschichte wie „Gänseblümchen“, „Die Wüste“ und „Tiger“. „Manchmal vergessen wir, dass wir das Stück geschrieben haben“, sagt Schacht und freut sich über solche Schubladenentdeckungen. Die werden dann von Trio- auf Duobesetzung umgebaut. „Oft bekommt das dann eine neue Relevanz“, erläutert Schacht, „und dann kehrt auch die Liebe zurück“. Aber natürlich spiele auch die Fannachfrage eine Rolle.

Der Bedenken, dass ihnen durch die Bandveränderung Publikum verloren gehen könnte, hat sich laut Schacht nicht bestätigt. Im Gegenteil:L „Wir haben durch die Neufirmierung und den neuen Namen ein neues Publikum dazu gewonnen.“ Nach eigener Einschätzung ein Grund dafür: Die Feisten sind inzwischen sehr aktiv in sozialen Medien wie Facebook. „Wir haben das jahrelang verpennt.“ Dort träfen sie auf „Menschen mit einem anderen Background“ wie „Junge, die mit Poetry Slam groß geworden sind“. Besonders spürbar sei der Zuwachs in Berlin und im Osten Deutschlands. Konzerte dort in mittelgroßen Theatern mit 250 bis 400 Besuchern seien „aus dem Stand sehr gut besucht oder gleich ausverkauft“, erklärt Schacht.

Karten für das Konzert am Sonnabend, 15. Oktober, um 20 Uhr in der Stadthalle, Albaniplatz 2 in Göttingen, gibt es in den Tageblatt-Geschäftsstellen, Weender Straße 44 in Göttingen und Marktstraße 9 in Duderstadt.

Die Geschichte

Ende der 1980er-Jahre gründete Mathias Zeh mit Hans Helmers das Duo Ganz Schön Feist“. Letzterer stieg bald aus. Dafür stieß Rainer Schacht dazu, kurz danach Beo Brockhausen. Sie kultivierten den typischen Ganz-Schön-Feist-Stil mit witzigen Texten, die sie sehr sparsam instrumentiert mit mehrstimmigem Gesang vortrugen. Im Sommer stieg Beo Brockhausen nach Differenzen mit den Kollegen aus, und Christoph Jess kam dazu. Am 13. Januar 2013 gab das Trio schließlich sein Abschiedskonzert – und verkündeten dabei, das Rainer Schacht und Mathias Zeh als Die Feisten weitermachen.

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