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Die Hymnen der Ramones

Coverband im Exil Die Hymnen der Ramones

Jeans, Lederjacken und die Topffrisur waren die äußerlichen Kennzeichen der amerikanischen Kultband Ramones. In zerrissenen Jeans, schwarzen Lederjacken und Perücken zelebrierte die Coverband „Ramones Experience“ die Hymnen der Ramones im Liveclub Exil als sei die Band „still alive“.

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Die Ramones Experience und The Junks waren im Exil.

Quelle: r

Göttingen. Die Ramones wurden 1974 in New York gegründet und galten als Vorgänger der Punkbewegung. Die vier Bandmitglieder ersetzten ihren jeweiligen Familiennamen durch „Ramone“ und suggerierten damit, dass sie miteinander verwandt waren. Die Band schuf Mitte der 70er eine neue Musikrichtung, da sie eine Abneigung gegen die damals aktuelle opulente Rockmusik von Bands wie Pink Floyd oder Led Zeppelin hatte.

Typisch waren die einfachen Harmonien und Strukturen ihrer Songs. Dafür zeichneten sich diese durch extreme Geschwindigkeit und Lautstärke aus. Die ebenfalls eher einfach aufgebauten Texte handelten jedoch explizit von den sozialen Problemen der damaligen Zeit. Nach über 20 Jahren löste sich die Band 1996 auf. Die Gründungsmitglieder sind inzwischen alle verstorben. Im September 2005 eröffnete in Berlin das weltweit erste Ramones-Museum.
Vincent alias Boris Neubrandt, Gesang, sein Sohn Jeremias alias David, Lead Gitarre, Dary Dary alias Darius Peesel, Drums, und Münki alias Holger Münkenwarf am Bass bringen als Ramones Experience die Punk-Legenden aus New York wieder „live on stage“.

Ein Ritual der Ramones war, dass sie unmittelbar vor dem Betreten der Bühne das Thema von „The Good, The Bad and the Ugly“ von Ennio Morricone über Band abspielten. Und so beginnt auch das Konzert im Exil, bevor die Band mit „Psycho Therapy“ ihren furiosen Ritt durch die Ramones Historie startet.

Blitzkrieg bop (hey ho let’s go), I believe in miracles, Rock´n Roll Highschool, Spiderman: one, two. three, four..., kurz angezählt marschiert die Band non stop ohne Übergänge druckvoll durch das reichhaltige Repertoire und lässt die Originale authentisch wiederaufleben. David streut immer mal wieder kurze knackige Soli ein und vor der Bühne wird ausgelassen Pogo getanzt. Mit „Gabba gabba hey“ setzen sie einen fulminanten Schlusspunkt und lassen mit der Zugabe „Poisen Heart“ vom 1992 veröffentlichten Album „Mondo Bizarro“ auch die Perücken fallen.

Vorweg ließ es die 2013 gegründete Band The Djuks aus Warburg als Support richtig krachen. Steve Bothe, Gesang, Gitarre, Hendric Wilmes, Bass, Gesang und Kai Garmatz am Schlagzeug spielten geradlinigen Punk-Rock und betrachteten ihren kurzfristigen Auftritt nach anderthalbstündiger Anfahrt fast als Heimspiel.

Von Jörg Linnhoff

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