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Die Post wirbt mit den vier Elementen für einen regen Briefwechsel

Schreib mal wieder Die Post wirbt mit den vier Elementen für einen regen Briefwechsel

In zwei Tranchen erscheinen im März neue Briefmarken. Zunächst kommt am 1. März ein Folienblatt mit zehn Exemplaren der 45-Cent-Dauermarke mit dem Maiglöckchen heraus. Der Druckfarbe ist ein Duftstoff beigemischt. Da die 45-Cent-Marke zuvor nur in nassklebender Ausführung vorlag, handelt es sich beim Maiglöckchen mit Duft um die Erstausgabe in selbstklebender Variante.

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Erde: Die vier Elemente auf dem Postweg.

Dem Folienblatt folgen am 3. März vier Sondermarken aus der „Post“-Serie, mit der die Post für das Schreiben von Briefen werben möchte. Die Werte zu 55 Cent zeigen symbolische Fotos der vier Elemente Wasser, Erde, Feuer und Luft. Johannes Graf gestaltete die Marken. Ferner wird die im Februar nassklebend aufgelegte 90-Cent-Marke mit dem Zweiburgenblick im Werratal ab 3. März auch selbstklebend verkauft.

Im Gegensatz zu den nass- und selbstklebenden Marken gibt es zwei neue Ganzsachen nur an Sammlerschaltern und bei der Versandstelle. Vor 150 Jahren öffnete am 22. März 1861 die Berliner Nationalgalerie erstmals ihre Pforten. Als Wertstempel des Umschlages, der links ein Foto des Gebäudes zeigt, dient die Sondermarke zum 225. Geburtstag Karl Friedrich Schinkels. Für den Entwurf der Nationalgalerie – heute die Alte Nationalgalerie – zeichnete Friedrich August Stüler verantwortlich. Die Ausführung vollendete Heinrich Strack. Beide waren Schüler Schinkels, sodass Wertstempel und Ausgabeanlass harmonieren. Anlässlich der Internationalen Briefmarken-Börse München kommt ein Umschlag heraus, dessen Wertstempel der Himmels-Marke der aktuellen „Post“-Ausgabe entspricht.
Auf dem Schmuckzudruck schwebt ein Postballon über München.

Alles Sein besteht aus den vier Elementen Wasser, Erde, Feuer und Luft. Die These von den vier Elementen blieb den Gelehrten bis in das 17. Jahrhundert hinein präsent. Wesentliche Theorien der Alchemie basierten auf ihr. Die Naturwissenschaftler der Neuzeit wiesen dann nach, dass alles doch etwas komplizierter ist, als es Empedokles einstmals postulierte. Vier Sondermarken zu 55 Cent zeigen Wasser, Erde, Feuer und Luft symbolisch mit ausdrucksstarken Fotografien. Sie erscheinen innerhalb der Serie „Post“, mit der für das Schreiben von Briefen geworben werden soll. Ersttag: 3. März 2011; Grafiker: Johannes Graf mit Fotos von Pefkos, Galyna Andrushko,
Die Kanadische Post würdigte zwei Persönlichkeiten, die sich um die Gleichstellung der Schwarzen in Kanada verdient gemacht haben. Carrie Best gründete 1946 die Zeitung „The Clarion“ und hatte seit 1952 eine eigene Radioshow. Ihr aktives Leben lang engagierte sie sich im Kampf gegen Diskriminierung und Rassentrennung.
Fergie Jenkins war einer der Großen des Baseball-Sports, der 1991 sogar in die „BaseballHall of Fame“ aufgenommen wurde. Als Vollblutsportler spielte er nebenbei auch Basketball für die Harlem Globetrotters. Beide Sondermarken haben die Wertstufe von 59 Cent. Ersttag: 1. Februar 2011, Grafikerin: Lara Minja, Herstellung.
Zum Beginn des chinesischen Jahres des Hasen legte die New Yorker Postverwaltung der Vereinten Nationen einen Eventbogen mit zehn Marken zu 44 Cent auf. Die zehn Zierfelder zeigen das Tierkreiszeichen. Auf dem Schmuckrand erscheinen die übrigen Symbole. Ersttag: 4. Februar 2011; Grafiker: nicht bekannt.

Als auf einer internationalen Frauenkonferenz in Kopenhagen 1910 der Entschluss gefasst wurde, einen Weltfrauentag zu initiieren, ging es den Damen nicht um einen Feiertag. Vielmehr verlangten der Zeitgeist und die Ziele der Konferenzteilnehmerinnen nach einem Kampftag. In Europa und den USA brodelte es schon seit Jahren. Das allgemeine Wahlrecht für Frauen, welches ihnen hartnäckig verweigert wurde, stellte einen so begehrenswerten Preis ihrer Bemühungen dar, dass die ursprünglich eher im sozialistischen Lager beheimatete Bewegung rasch auf andere gesellschaftliche Gruppen übergriff. Der 1. Internationale Frauentag im März 1911 wurde zu einem Erfolgsmodell. Er fand zwar im Kalten Krieg vor allem im Osten Widerhall, ist aber mittlerweile mit seinem aktuellen Termin, dem 8. März, in jedem Taschenkalender vermerkt. Die Gedenkbriefmarke von den Färöer zu 10 Dänischen Kronen bildet zentral ein Porträt der deutschen Sozialistin Clara Zetkin ab. Sie war es, die in Kopenhagen die positiven Erfahrungen US-amerikanischer Mitstreiterinnen aufnahm und den Aktionstag anregte. Rechts von ihr ist die Britin Emmeline Pankhurst in ihrer bekanntesten Darstellung festgehalten. Ihre Verhaftung auf der Schwelle des Buckingham-Palasts 1914 zierte die Titelseiten der britischen Presse. Ihre Hartnäckigkeit war berüchtigt und die Methoden ihrer Anhängerinnen wurden mit den Jahren des Kampfes radikaler. Brandstiftungen und sogar Bombenanschläge ließen die Gegner des Frauenwahlrechts erzittern. Die Einführung des allgemeinen Wahlrechts in Großbritannien sollte Mrs. Pankhurst nicht mehr erleben. Sie starb wenige Wochen vorher, im Juni 1928.Ersttag: 21. Februar 2011; Grafiker: Anker Eli Petersen.

Sowohl das Germanistik- als auch das Philologie-Studium brach Max Frisch enttäuscht ab. Beide schienen ihm ungeeignet für sein Ziel, Schriftsteller zu werden. Indessen galt sein wahres Interesse der Literatur, die mehr und mehr zu seinem Haupterwerb wurde. Eine Schweizer Porträtmarke zu einem Franken erinnert an Frisch. Ersttag: 3. März 2011; Grafiker: Simon Hauser.

Von Torsten Berndt

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