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Theatertage in Göttingen

Vier Hochkaräter Theatertage in Göttingen

Sehr gut besetzt sind die Theatertage, die der Fachdienst Kultur der Stadt Göttingen organisiert. Vier bemerkenswerte Schauspieler kommen am Wochenende, 12. bis 14. August, ins Deutsche Theater (DT). Zum Auftakt treten die Göttinger Theatermacher Boat People Projekt mit ihrer Produktion „Flutlicht“ auf.

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Einer der Stars der Göttinger Theatertage: Katja Riemann.             

Quelle: Knickriem

Göttingen. In dem Spannungsfeld zwischen Tradition und Aufbruch bewegen sich die Geschichten, die Thomas Sarbacher am Sonnabend um 19 Uhr vorstellt. Er liest aus Erzählungen arabischer und afrikanischer Autoren aus Ägypten, Libyen, Syrien, Marokko, Algerien, dem Sudan und dem Libanon. Sie geben Einblicke in die islamische Kultur, in der Mythen und lebendige Erzähltraditionen eine ebenso wichtige Rolle spielen wie die Auseinandersetzung mit dem technischen Fortschritt, der Globalisierung und den damit einhergehenden gesellschaftlichen Umwälzungen.

Alltag in Gaza

Mohammad-Ali Behboudi stellt am Sonnabend um 21 Uhr die dramatische Geschichte des palästinensischen Arztes Dr. Abuelaish vor. Der Gynäkologe verlor seine drei Töchter und deren Cousin, als eine israelische Rakete in das Schlafzimmer der Kinder einschlug. Abuelaish hatte täglich einem israelischen Fernsehreporter ein Telefoninterview gegeben, weil das Militär Journalisten den Zugang nach Gaza untersagt hatte. Doch die Geschichte erzählt zudem viel  über den Alltag in Gaza, von den Kontrollen an den Checkpoints, vom eingeschränkten Leben. Die Inszenierung von Regisseur Ernst Konarek erhielt bei den Hamburger Privattheatertagen im Jahr 2015 den Monica-Bleibtreu-Preis in der Kategorie „Bestes zeitgenössisches Drama“.

Zu einer szenischen Lesung kommt Peter Lohmeyer ins DT. „Die große Wanderung. Dreiunddreißig Markierungen“ von Magnus Enzensberger hat er ausgewählt. Thema des Essays sind historische und aktuelle Migrationsbewegungen, territorialen Ansprüchen und Fremdenangst. Lösungen wollte Enzensberger nicht liefern, aber hat Begriffe geschärft und Ideologien entlarvt. Lohmeyer stammt – deutlich zu hören – aus dem Ruhrpott. Er spielt regelmäßig am Schauspielhaus Bochum und gibt seit 2013 in Salzburg im „Jedermann“ den Tod.

Mit Texten und Musik inspiriert

Zum Abschluss des kleinen, aber feinen Festivals ist Katja Riemann mit den Musikern Stephan Udri (Trompete, Flügelhorn) und Konrad Hinsken (Piano) zu Gast im DT. Die Schauspielerin setzt sich aktiv für die Menschenrechte ein, eine Aufgabe, die sie zu diesem Abend mit Texten und Musik inspirierte. Sie liest aus Texten von Kader Abdolah, Fadumo Korn, Jennifer Clement, Shumona Sinha, Hertha Müller und Roger Willemsen.

Beim Projekt „Flutlicht“ hat Hans Kaul, ehemaliger musikalischer Leiter des DT, mit jungen Flüchtlingen einen musiktheatralischen Abend erarbeitet. Die Vorstellung beginnt am Freitag, 12. August, um 20 Uhr im Theatersaal des Boat People Projektes, Nonnenstieg 72.

Tickets zu gewinnen

Die Eintrittskarten für die Göttinger Theatertage sind gut nachgefragt, die Tickets werden langsam knapp. Fünf Tageblatt-Leser mit Begleitung können allerdings kostenlos bei der szenischen Lesung von Peter Lohmeyer am Sonntag, 14. August, um 19 Uhr im Deutschen Theater dabei sein, denn wir verlosen fünfmal zwei Tickets.

Wer gewinnen will, muss am Dienstag, 9. August, zwischen 10 und 15 Uhr unter Telefon 01 37 / 8 60 02 73 gegeben werden (0,50 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz, Preise aus dem Mobilfunknetz können abweichen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen). An der Kasse des Deutschen Theaters Göttingen, Theaterplatz 11, können Karten für die fünf Vorstellungen der Theatertage erworben werden. pek

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