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„Die drei Fragezeichen Kids“ in der Göttinger Stadthalle

Mitmachtheater „Die drei Fragezeichen Kids“ in der Göttinger Stadthalle

Auch die drei Kultdetektive Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews haben einmal klein angefangen. Die Buch-Reihe „Drei Fragezeichen Kids“, geschrieben von Ulf Blanck und Boris Pfeiffer, gibt es bereits seit 1999. Sie beschreibt die Anfänge der Detektivkarriere der drei Fragezeichen als Kinder. Zehn Jahre später kamen die Hörspiele hinzu, und seit einigen Jahren gibt es die drei Fragezeichen auch als Theater. „Interaktives Mitmach-Theater für die ganze Familie“ verspricht der Veranstalter mit dem Fall „Zirkus der Rätsel“, mit dem das „Theater auf Tour“ aus Darmstadt am Sonnabend zu Gast in der Göttinger Stadthalle war.

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Energiegeladenes, aber wenig liebevoll kostümiertes Darstellerteam des „Theaters auf Tour“ in der Stadthalle Göttingen.

Quelle: Heller

Göttingen. Eine halbfertig wirkende, nicht vollständig bemalte Pappkulisse vor der Kuppel eines Zirkuszeltes: So präsentiert sich das Bühnenbild. Davor agiert ein energiegeladenes, aber wenig liebevoll kostümiertes Darstellerteam. Beispielsweise kommt zu den schrecklich unecht wirkenden Perücken die wenig charaktergetreue Ausgestaltung der Figuren. So ist der als Dickerchen bekannte Justus kein bisschen pummelig. Auf der Handlungsebene kommt die Inszenierung jedoch wieder sehr detailverliebt daher und verliert sich in Nebensächlichkeiten, was nicht gerade zum dramaturgischen Aufbau beiträgt.

Auf dem Schrottplatz von Onkel Titus im fiktiven, kalifornischen Rocky Beach gastiert der Wanderzirkus „Circus Crown“, in dem seltsame Dinge vor sich gehen. Der Zirkusdirektor sucht den Clown, von dem gibt es auf einmal zwei. Welcher ist der richtige? Lautstark hilft da das Publikum in der spärlich besuchten Stadthalle bei diesem lebendigen Suchbild mit. Es darf auch mitbestimmen, wann Pause gemacht wird und wie ein Löwe brüllen, wenn es gilt, den Tatverdächtigen zu erschrecken, der es auf die im Zirkus versteckte Krone abgesehen hat.

Die Mitmachaktionen halten das jüngere Publikum bei Laune. Für die Älteren ist es gut, dass ab und an das knallerbsenwerfende Phantom für Spannung sorgt. Ein eineinhalbstündiger, unausgewogener und rätselhafter Mix, der mit dem Original wenig gemein hat.

Von Marie Varela

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