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Erste Kunstwerke zu sehen

Documenta 14 Erste Kunstwerke zu sehen

Ein Teil der Documenta 14 läuft bereits – in Athen. Während dieser Teil der Weltkunstschau für Besucherrekorde sorgt, laufen in Kassel Aufbauarbeiten. Auf dem Friedrichsplatz vor der Fridericianum wird derzeit der „Parthenon der Bücher“ errichtet. Die Documenta wird am Sonnabend, 10. Juni, eröffnet.

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Verbotene Bücher werden am sogenannten Parthenon auf dem Friedrichsplatz angebracht.

Quelle: dpa

Kassel. Die argentinische Künstlerin Marta Minujin hängt für ihre Installation verbotene Bücher an ein Gerüst, das die Athener Akropolis nachbildet. Eine ganze Reihe der zehn Meter hohen Säulen ist derzeit noch nicht bedeckt. Private Spender und Verlage haben bisher 42 000 Bücher zur Verfügung gestellt. Einige Tausend weitere sind laut den Organisatoren mindestens notwendig. Das Anbringen der Bücher soll auch während der Ausstellung in Kassel weiterlaufen. Am Ende der Documenta sollen die Spenden abgehängt und an Besucher verteilt werden.

Auf dem Königsplatz in der Fußgängerzone steht seit einigen Tagen ein Obelisk, also eine Spitzsäule, aufgebaut. Ein Kran setzte die tonnenschweren Teile des 16 Meter hohen Bauwerks aufeinander. Dahinter steckt laut den Organisatoren der in Nigeria geborene Künstler Olu Oguibe. Seine künstlerische Arbeit in Kassel beziehe sich auf die humanitäre Hilfe, die die Opfer des nigerianischen Bürgerkriegs erhalten hätten. „Ich war ein Fremdling und ihr habt mich beherbergt“ stehe in Deutsch, Englisch, Arabisch und Türkisch auf dem Bauwerk.

Seit Dienstag laufen die Arbeiten an einem weiteren im öffentlichen Raum stehenden Werk. Der in Ghana geborenen Künstler Ibrahim Mahama verhüllt die nahe der Innenstadt stehende Torwache mit Jutesäcken. Laut den Ausstellungsmachern verhüllt er regelmäßig Theater, Museen, Wohnhäuser und Ministerien in seiner Heimat. Mahama nutzt für seine Arbeit zerschlissene Jutesäcke, die er von Händlern im Tausch gegen neue erhält. „In diesen Säcken materialisiert sich die Geschichte des Welthandels“, erklären die Documenta-Macher.

Vier Reiter sind derzeit auf dem Weg von Athen nach Kassel. Ende Juni sollen sie bei der Weltkunstschau ankommen. 3000 Kilometer werden sie dann zurückgelegt haben, 100 Tage – so lange wie auch die Documenta läuft – sind für den ritt eingeplant. „The Transit of Hermes“ (Die Durchreise des Hermes) hat der schottischen Konzept-Künstlers Ross Birrell seine Performance genannt. Inspiriert wurde er laut Documenta vom Ritt des schweizerisch-argentinischen Reiters Aimé Félix Tschiffely. Der reiste zwischen 1925 und 1928 von Buenos Aires nach New York. Die Route des Documenta-Ritts soll von Griechenland durch Mazedonien, Serbien, Kroatien, Slowenien, Österreich bis nach Deutschland führen. Mit ihrer Tour wollen die Reiter für Erhaltung und Wertschätzung der Pferde sowie für das Grundrecht von Mensch und Pferd auf einen freien Zugang zur Natur werben. pek/dpa

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