Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Doppelter Geburtstag

Händel-Festspielorchester und Kaz feiern Doppelter Geburtstag

Eine solche Konstellation findet sich nicht alle Tage: Am Dienstagabend sind Weltklassemusiker des Festspielorchester (FOG) der Internationalen Händel-Festspiele  mit Tänzern und Akrobaten aufgetreten, ambitionierten Laien. Anlass waren der zehnte Geburtstag des FOG und der 40. des soziokulturellen Zentrums Kaz.

Voriger Artikel
Wenn ein Handyspiel zum Film wird
Nächster Artikel
Budde und der Raum

Die chinesische Tanztruppe trat im KAZ auf.

Quelle: HW

Göttingen. Die besten Barockmusiker der Welt sollten engagiert werden. So habe der Plan ausgesehen, den der damalige künstlerische Leiter der Festspiele, Nicholas McGegan, mit dem geschäftsführenden Intendanten Benedikt Poensgen vor mehr als zehn Jahren gefasst habe. Daran erinnerte Tobias Wolff, Nachfolger Poens­gens, in seiner Begrüßung. Mit einem engagierten und temperamentvollen Auftritt demonstrierten sieben Musiker des FOG anschließend ihre Klasse.

Das Kaz –  mit dem Jungen Theater vor 40 Jahren Nachfolger der Volkshochschule und eines Kinos im Otfried-Müller-Haus am Wochenmarktplatz – hatte eine chinesische Tanzgruppe, die KAZ-Akrobaten und die Tänzerin Caro Frank auf die Bühne entsendet, alle proben regelmäßig im Kaz. Zwischen Anmut, Kraft und Dynamik bewegten sich ihre Beiträge.

Eigens für eine Choreographie der chinesischen Tänzerinnen hatten die FOG-Musiker ein Werk aus dem anderen Kulturkreis einstudiert: „Lotusblume“. Hier wie auch später bei Purcells „Dance for the chinese man and women“ bewegten sich die Tänzerinnen grazil in ihrer chorischen Choreographie.

Stürmischen Beifall erntete auch die Akrobatengruppe, die eine sportliche Choreographie auf Musik von Bach und Purcell entwickelt hatte. Caro Frank unterstrich ihren Bewegungsfluss mit einem wallenden Tuch.

Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) war ebenso zu der Feier gekommen Gabriele Heinen-Kljaji´c. (Bündnis 90/Die Grünen). Die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur betonte in ihrem Grußwort: „Niedersachsen braucht beides: vielseitige kulturelle Grundlagenarbeit mit vorrangig regionaler Ausstrahlung ebenso wie herausragende Veranstaltungen, die weit über die Ländergrenze hinaus wirken.“

Info:

Das „Göttinger Kommunikations- und Aktionszentrum“ (Kaz) ist 1976 in das Otfried-Müller-Haus am Wochenmarktplatz eingezogen, damals noch unter der Ägide des Jungen Theaters. Die Volkshochschule und ein Kino hatten das Haus geräumt. Rund 24000 Menschen haben die Räume des Zentrums im vergangenen Jahr genutzt, um dort zu tanzen, zu töpfern, Musik zu machen, akrobatische Figuren zu entwickeln oder mit lateinamerikanischen Rhythmen den Boden zum Zittern zu bringen. Das Kaz wurde von Beginn an von der Stadt Göttingen gefördert, inzwischen ist ein Zuschuss vom Landschaftsverband Südniedersachsen hinzugekommen.    

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Milchbar im Nörgelbuff