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Leicht getrübte Festtagsstimmung

Konzerte im Kulturzelt an der Drahtbrücke Leicht getrübte Festtagsstimmung

Zum 30. Geburtstag darf es im Programm des Kulturzelts auch mal üppig zu gehen. Gleich drei Konzerte an einem Abend hat es daher am Sonnabend an der Drahtbrücke in der Fuldaaue zu hören gegeben. Die Formel des Abends lautete: Eins plus Zwei plus Drei gleich mehr als zwei Stunden abwechslungsreiche Musik auf höchstem Niveau.

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Mit rauchig-kraftvoller Stimme: Johanna Borchert.

Quelle: Frank Schemmann

Kassel. Los ging es mit der Solokünstlerin Johanna Borchert. Die deutsche Sängerin und Pianistin gab ihrer Klavier-Avantgarde verwoben mit ihrer rauchig-warmen, kraftvollen Stimme ein angenehm-melodiöses Kleid und entzückte zum Abschluss mit einem romantisch-eleganten Schlaflied.

Zwei Franzosen auf der Bühne

Zwei Franzosen standen anschließend auf der Bühne: Vincent Peirani am Akkordeon und Emile Parisien am (Sopran-)Saxophon spielten absolut hochklassige, lässig präsentierte Musik für einen vergnüglichen Sommerabend. Angereichert mit kleinen Clownerien zeigte das Duo an diesem Abend wohl die größte Portion Lebensfreude. Klar, dass das dem Publikum besonders gefiel. Weniger schön war, dass die beiden Künstler trotz energischer Zugabe-Wünsche aus dem Publikum quasi den Strom abgedreht und die Bühnenausstattung abgebaut bekamen. Da hilft aber natürlich ein wenig die französische Nonchalance. Peirani und Parisien spielten ihre Zugabe trotzdem – als Akustikversion.

Ein klassisch besetztes Pianojazz-Trio zog zum Abschluss des Abends alle Register seines Könnens. Zusammen mit Omer Klein am Flügel stimmte Bassist Haggai Cohen-Milo und Drummer Amir Bresler kraftvollen, modernen Jazz an. Vielleicht gab es da nichts ganz Neues zu hören. Aber jedes Stück war hervorragend arrangiert und dargeboten. Eindeutig mit individuellem Charakter und sehr sympathisch präsentierte Musik.

Wenn der Abend in Hektik ausartet

Drei Konzerte in einem: So etwas darf es zum runden Geburtstag sicher sein. Wenn der Abend dadurch aber doch recht deutlich in Hektik ausartet und den einzelnen musikalischen Gästen ein „Du bist einer von vielen“-Gefühl vermittelt wird, ist letztlich die Festtagsstimmung leicht getrübt. Natürlich hätte man angesichts der Vielseitigkeit und Qualität auf keinen der drei Acts verzichten mögen. Aber vielleicht wäre ein Doppelkonzert den Künstlern doch gerechter geworden.

Von Isabel Trzeciok

Konzerte im Kulturzelt an der Drahtbrücke

Im Kulturzelt an der Drahtbrücke in der Fuldaaue in Kassel gibt es bis Sonntag, 21. August Programm. Die nächsten Konzerte:

❱   Mittwoch, 10. August: Thees Uhlmann (Deutschland).

❱   Donnerstag, 11. August: St. Paul & The Broken Bones (USA).

❱   Freitag, 12. August: Boy (Deutschland).

❱   Sonnabend, 13. August: Triosence (Deutschland).

❱   Sonntag, 14. August: Seven (Schweiz).

❱   Mittwoch, 17. August: Phela & Tex (Deutschland) / Lola Marsh (Israel).

❱ Donnerstag, 18. August: Gloria (Deutschland).

❱ Freitag, 19. August: Caravan Palace (Freinkreich).

❱ Sonnabend, 20. August: Myles Sanko (Großbritannien).

❱ Sonntag, 21. August: 17 Hippies (Deutschland).      

pek

Alle Konzerte im Kulturzelt beginnen um 19.30 Uhr. Karten gibt es unter der Telefonnummer 05 61 / 78 80 60.

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