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Drei junge Musiker in der Göttinger Universität

Zu Gunsten des Kinder- und Jugendtelefons Drei junge Musiker in der Göttinger Universität

Drei vielversprechende junge Solisten standen am Sonntag auf dem Podium der Universitätsaula, engagiert vom Göttinger Lions Club Bettina von Arnim: die aus Göttingen stammende Sopranistin Lavinia Dames und der Klarinettist Johannes Schultz, beide Jahrgang 1990, sowie der kanadische Pianist Carson Becke, Jahrgang 1989.

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Auf erstaunlich hohem Niveau: Klarinettist Johannes Schultz, Pianist Carson Becke und Sopranistin Lavinia Dames.

Quelle: Heller

Göttingen. Eckpunkte ihres Programms waren Lieder in der exquisiten Triobesetzung Gesang, Klarinette und Klavier, ergänzt durch Solo- und Duobeiträge.

Alle drei Musiker studieren noch, in Wien, London und Weimar. Doch steckt ihre musikalische Reife keineswegs in den Kinderschuhen , im Gegenteil. Sie bewiesen ein bereits erstaunlich hohes, professionelles Niveau, mit dem sie ihren Zuhörern einen genussreichen musikalischen Vormittag bereiteten – und einem guten Zweck dienten, denn der Ertrag der Matinee fließt dem Göttinger Kinder- und Jugendtelefon zu, das gerade sein 25-jähriges Bestehen gefeiert hat.

Mit Raritäten startete das Programm, Liedern mit Klarinette von Giacomo Meyerbeer, Louis Spohr und dem Schubert-Freund Franz Lachner, auf die noch ein Massenet-Lied folgte. Hier bezauberte Dames mit klarem, hell timbrierten Sopran, schöpfte den Ausdrucksreichtum der Lieder aus und gestaltete den melodischen Fluss in weitgespannten Bögen.

Mit schelmischer Keckheit interpretierte sie drei Klavierlieder von Hugo Wolf , bewies in den Morgenstern-Liedern von Matyas Seiber für Sopran mit Klarinette Witz und Bühnenpräsenz. Lieder von Bernstein, Liszt und Strauss komplettierten ihr Soloprogramm, bevor Schuberts „Hirt auf dem Felsen“ den beseligenden Schlusspunkt setzte.

Klarinettist Johannes Schultz war mit seinem wunderbar kantablen Ton ein idealer Partner der Sängerin, ebenso der anschlagssensitive, virtuose Pianist Carson Becke. Schultz betörte seine Hörer solistisch mit der ersten Debussy-Rhapsodie und den Schumann-Fantasiestücken, Becke mit Brahms-Variationen und zwei Sätzen aus Schumanns Noveletten. Begeisterter Applaus – als Dank „Morgen“ von Strauss mit Klarinette.

Von Michael Schäfer

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