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Echo-Gewinnerin Oonagh über Familie, Göttingen und Musik

Mit Luftbefeuchter und Emser-Salz Echo-Gewinnerin Oonagh über Familie, Göttingen und Musik

Das Telefon klingelt pünktlich zur verabredeten Zeit. Oonagh (sprich: Una) ist in der Leitung. Oder wie spricht man die Sängerin und zweifache Gewinnerin des „Echo“-Preises an? Oonagh? Senta? Sofie? „Ist egal“, sagt die 24-Jährige ganz zwanglos, die im wirklichen Leben Senta-Sofia Delliponti heißt.

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Quirlige Sängerin mit sphärischer Musik: Oonagh, die eigentlich Senta-Sofie Delliponti heißt.

Quelle: EF

Berlin/Göttingen. Gerade ist sie an ihrem Wohnort Berlin. Doch am Sonnabend, 18. April, kommt sie nach Göttingen und präsentiert ihr neues Album „Aeria“ in der Stadthalle. Zwei Tage nach ihrem 25. Geburtstag. Am 16. April tritt sie in Hamburg auf.

Eine große Party wird es dort wohl auch nicht geben, meint Delliponti, aber einige Verwandte werden wohl kommen. Auch zu ihrem Auftritt in der Stadthalle. Dann wird ihre Mutter dabei sein. Und „die halbe Familie“. Wieso nur die halbe? Die Verwandtschaft sei sehr groß, erklärt Delliponti, „wir teilen das auf“. Die anderen werden zu dem Konzert in Hannover fahren.

Aufgewachsen ist Delliponti in Gifhorn. Schon früh drängte sie auf die Bühne. Sie nahm teil an Kindercasting-Shows und ergatterte im Alter von zehn Jahren eine Rolle in einer Bühnenproduktion des Kinderbuchklassikers „Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer“. Und welche? „Die dicke Holländerin“, sagt Delliponti und meint, sie sei damals noch etwas fülliger gewesen.

Von Dezember 2010 bis Juni 2013 spielte sie bei der Daily-Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ die Tanja Seefeld. „Das war eine tolle Sache“, sagt sie im Rückblick, „aber man verliert sich mit der Zeit. Man beschäftigt sich nur mit der Rolle.“

Und jetzt also erfolgreich als Sängerin Oonagh, die sphärische Lieder singt, zum Teil auf Elbisch getextet, einer Phantasiesprache, dem Fantasy-Roman „Herr der Ringe“ entlehnt. „Ich bin ein großer Fantasy-Fan“, sagt Delliponti von sich. Die isländischen Sängerin Björk habe sie beeinflusst. Sie habe sphärische Musik machen wollen, spirituell, aber mit einem Text, der keinen Sinn ergebe, erklärt die junge Frau. Getextet wird jetzt auf Deutsch, „und dann haben wir jemanden, der das ins Elbische übersetzt“.

Zwei begehrte „Echos“ hat sie dafür bekommen, einen in der Kategorie „Künstlerin national Rock/Pop“ einen weiteren als „Newcomer des Jahres (national)“. Keine Jury bestimmt die Gewinner, sondern Verkaufszahlen und Chartplatzierung. „Ich habe vorher gar nicht so viel darüber nachgedacht“, sagt Delliponti. Und dann gleich zwei. „Das war unfassbar. Da waren ja auch Sängerinnen wie Ina Müller und Annett Louisan dabei.“ Ein Abend zur Kontaktpflege sei das allerdings nicht, sagt Delliponti, „alle feiern sich selbst“.

Jetzt also kommt sie nach Göttingen. Sehr oft sei sie früher in der Stadt gewesen, erklärt die Sängerin. „Meine Mutter hatte eine Bekannte in Göttingen.“ Nach ihrer Show wird sie Autogramme geben. Und dann feiern? Wohl nicht. „Ich gehe immer sofort aufs Zimmer.“ Dort erwarte sie ein Luftbefeuchter und Emser-Salz für die Stimme.

Und neun oder zehn Stunden müsse schlafen. Sie versuche immer, sehr professionell zu sein, sagt die ausgebildete Sängerin und Schauspielerin, „meine Musik ist halt sehr anspruchsvoll, keine Punkband.“

Oonagh gastiert am Sonnabend, 18. April, um 20 Uhr in der Stadthalle, Albaniplatz 2 in Göttingen. Karten gibt es in den Tageblatt-Geschäftsstellen, Jüdenstraße 13c in Göttingen und Auf der Spiegelbrücke 11 in Duderstadt.
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