Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Effektvoller Stilmix

Die Band „The Hirsch Effekt“ zu Gast im Live-Club „Exil“ Effektvoller Stilmix

Was genau ein „Hirsch-Effekt“ ist, hat sich sicher so mancher am Donnerstagabend im gut gefüllten Exil gefragt, als die hannoversche Band „The Hirsch Effekt“ die Bühne betrat. Das Trio pustete in den folgenden 90 Minuten sämtliche Fragen mit ihrer fulminanten Artcore-Stilmischung aus dem Konzertkeller.

Voriger Artikel
„Experten des Alltags“
Nächster Artikel
Politisch und kontrovers

Laut und fett: The Hirsch Effekt.      

Quelle: Wenzel

Göttingen. Zart besaitetere Seelen stopfen sich zunächst die Oropax noch tiefer in den Gehörgang, als Nils Wittrock (Gesang, Gitarre), Ilja Lappin (Bass, Gesang) und Moritz Schmidt (Schlagzeug) mit ihrem Mix aus Hardcore, Death-Metal, Elektro-, Progressive-, Indie- und Emo-Rock loslegen. Ihren Stil haben die Drei mittlerweile auf drei erschienenen Alben fixiert.

Man könnte es als musikalische Reizüberflutung beschreiben, was „The Hirsch Effekt“ auf der Bühne abliefert. Gekonnt verwebt das Trio laut und leise, unnachgiebige Growls und Screams mit zurückhaltenden Clear Vocals. Dabei sind die drei Künstler in all den Musikstilen, die sie anschneiden, authentisch. Mal wirken sie, von unten mit rotem Licht angestrahlt, wie düstere Zombies, mal wie abgeklärte Indie-Rocker.

Melodische Gitarrensoli wechseln sich ab mit zerrütteten Off-Beat-Passagen, das Tempo variiert zwischen Ekstase und Andacht. Ab und zu gelangen Textpassagen wie „Ich bin es so leid, dieses Leben, das du angeschleppt hast“, ans Ohr und zeugen von Emotionen nicht nur in den Melodien, sondern auch in den Texten.

Bei aller Variabilität und Verrücktheit wissen „The Hirsch Effekt“ in den richtigen Momenten inne zu halten, bevor der Beat wieder schneller und aggressiver wird.

Wer so kreativ ist, dem steht auch ein Motörhead-Cover zum Ende einer fulminanten Show gut zu Gesicht.

Was ein Hirsch-Effekt ist, steht am Schluss vielleicht für manche fest. Viel Jubel und eine lange Zugabe besiegeln jedenfalls, dass der Effekt auf das Publikum extrem und exzellent war.

Von Katharina Kilburger

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Milchbar im Nörgelbuff