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Eigene Fehler als etwas Gutes sehen

Singer-Songwriter Eigene Fehler als etwas Gutes sehen

Im Flur des Hostel 37 lehnen lässig ein paar Gäste an der Wand und Svavar Knutur ist im Gespräch mit dem Hostelbetreiber Sören Fiedler, der ihn unbedingt nach Göttingen holen wollte und es am Montag auch geschafft hat. 

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Kurz hinter dem Vorhang verschwunden: Svavar Knutur.

Quelle: CH

Knutur ist ein isländischer Singer-Songwriter, der gerade durch Deutschland tourt und vor drei Jahren zuletzt in Göttingen aufgetreten ist. Er bahnt sich den Weg durch das Publikum nach vorne und beginnt mit ein paar Brocken auf Deutsch zur Begrüßung den Abend.

Eine kleine Ukulele und eine akustische Gitarre sind Knuturs Instrumente und natürlich seine Stimme. Die ist durchdringend und laut, kann aber auch einfühlsam und leise sein. Seine isländische Herkunft beschäftigt ihn ebenso in den Songtexten, wie die Liebe und das Leiden.

Hauptsächlich autobiographisch seien die Stücke, erzählt er in einer Zwischenansage. Er redet viel und die Atmosphäre ist fast so, als sitze man im eigenen Wohnzimmer und ein guter Freund sei zu Besuch. Vielleicht ist es gerade diese Fähigkeit, die Knutur ausmacht. Er regt dazu an, die eigenen Fehler als etwas Gutes zu betrachten, erzählt davon, wie es ist, glücklich zu sein und wie schwer es ist, glücklich zu bleiben. Aber auch die Kuriositäten aus dem Leben eines Künstlers auf Tournee macht er zum Thema. Manchmal geraten seine Ausführungen etwas zu persönlich und die Musik gerät dabei in den Hintergrund.

Knutur in eine musikalische Schublade einzuordnen ist einfach: ein unterhaltsamer Singer-Songwriter. Seine Instrumente beherrscht er sicher und auch seine Show-Einlagen. Im nächsten Jahr möchte er gerne wiederkommen, sagt er am Ende des Konzerts. Das Publikum dankt es ihm mit kräftigem Applaus. Kurz versteckt er sich hinter einem provisorischen Vorhang. Dann spielt er doch noch ein paar Zugaben, damit er sein Publikum glückselig entlassen kann.

Von Sara Söling

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