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Ein Song namens Mathe

Konzert im Nörgelbuff Ein Song namens Mathe

„Trinken und Klatschen gleichzeitig, das ist eine echte Herausforderung“, musste Rüdiger Bierhorst gleich zu Beginn seines Konzerts zusammen mit Sven Panne am Dienstagabend im Göttinger Nörgelbuff am eigenen Leib erfahren. Solche und andere Lebensweisheiten gab das Duo an diesem Abend preis.

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Auf Tour:PanneBierhorst.

Quelle: r

Göttingen. PanneBierhorst, das sind Sven Panne und Rüdiger Bierhorst, ihres Zeichens Liedermacher, Quatschköpfe und zeitgemäß-spitzfindige Lyriker.

Die Krux mit der guten Akustik im Kellergewölbe des Nörgelbuff war, dass nicht nur die Gitarren- und E-Pianoklänge lupenrein von der Bühne zum Publikum schallten. Auch die Gespräche des Publikums hallten von den Steinwänden wider und mischten sich mit so manch gefühlvollem instrumentellen Part auf der Bühne. „Manchmal sind die Gespräche, die neben der Bühne passieren, spannender, als das, was auf der Bühne geschieht“, kommentierte Sven Panne ungerührt.

Tatsächlich aber waren die Geschichten, die PanneBierhorst in ihren Liedern erzählten, an Spannung, Witz und Kuriosität nicht zu überbieten. Dabei ergänzten sich die beiden Musiker thematisch und stimmlich. Auf Pannes ruhige, gefühlvolle Ode an die Ostsee konterte Bierhorst „also mich inspiriert die See zu anderen Liedern“ und besang sich als Freischwimmer in einem Meer aus Haifischflossen.

Mit Verve kombinierten die beiden musikalisches Können – Panne spielte buchstäblich mit Hand und Fuß Klavier und Gitarrist Bierhorst musizierte in aberwitzigem Tempo – mit Entertainer-Qualitäten. Panne begründete die Themen seiner Songs schon mal wissenschaftlich: „Ich hab 'ne Theorie. Und zwar glaub ich, dass es in jeder Familie immer einen gibt, der doof ist. Das ist so sicher, wie dass Wasser bei Kälte gefriert.“

Bierhorst wusste ebenfalls von unangenehmen Zeitgenossen zu berichten. Er hatte „Mathe" mitgebracht, ein Lied, das ihn eines morgens vom Schreibtisch aus begrüßte und dem er allenfalls einen mittelmäßigen, unbeeindruckten „Jazz-Publikum-Applaus" wünschte.

Die textsicheren PanneBierhorst-Fans gaben diesem Wunsch nur äußerst ungern statt. Nach mehr als zweieinhalb Stunden endete ein grandioser Abend mit viel Jubel und Applaus. kil

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