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„Ein tierisches Vergnügen“ mit dem Chor Unicante in Göttingen

Affen, Schaben und Glücksbärchis „Ein tierisches Vergnügen“ mit dem Chor Unicante in Göttingen

„Der Chaos-Chor ist wieder da“ haben die 167 Sänger von Unicante gesungen. Unicante, das ist der Chor des Studentenwerkes Göttingen.

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Vielstimmig: der Chor des Studentenwerks.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Und ein bisschen chaotisch ging es wirklich zu. Kurzerhand wurde jetzt das in der Aula am Waldweg geplante Konzert wegen der extremen Hitze in das Foyer der Zentralmensa verlegt und um eine Viertelstunde verschoben, damit unwissende Fans noch die Gelegenheit zum Ortswechsel hatten.

Und Fans hat dieser riesige Chor zuhauf, denn das kreative Potential der Sänger ist groß.Nach dem Motto „erlaubt ist, was gefällt“ bestand auch dieses Konzert in der Reihe Sommernachtskonzerte aus einer wilden Mischung aus Gesang, Kostümen, Theatereinlagen und einem Witzchen hier und einem Witzchen da. Immer schön leicht und mehr kann man bei den tierischen Temperaturen auch gar nicht verdauen. „Wir arrangieren selbst“ erzählte die Leiterin des Chores, Jana Faust, und da es 2014 einen Arrangierworkshop gegeben habe, sei für die Zukunft erst einmal genug Material vorhanden.

Unicante hat eine Vorliebe für Medleys, das wurde auch neuen Zuhörern schnell klar. Beim Stück „Abba Cappella“ gingen die einzelnen Hits nicht nur sehr gelungen ineinander über, es wurde auch mit viel Begeisterung und sauberer Intonation gesungen. Karibik-Feeling verbreitete die rhythmische, federnde  Darbietung von Kate Yanais Hit „Summer dreaming“, romantisch wurde es mit Maria Menas „Just hold me“ und opulent und anspruchsvoll mit dem Metal-Epos „The poet and the pendulum“ von Nightwish.

Die zweite Hälfte begann mit dem imposanten Aufmarsch der „nicht menschlichen Lebensformen“. Von der Schabe über den Storch bis zum Glücksbärchi war alles vertreten in schönen bis schrillen Kostümen. Auch die folgenden Stücke waren dem Tierthema untergeordnet. „Octopus᾽s garden“ von den Beatles, ein Kinderlieder-Medley von Biene Maja bis „Der Hahn ist tot“ oder Songs aus Walt Disneys Dschungelbuch. Die Palette war bunt. Die Zuschauer hatten sichtlich Spaß und verlangten trotz der fast unerträglichen Temperaturen im Raum am Ende noch nach einer Zugabe. Und die Tiere waren willig.

Von Marie Varela

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