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Ein virtuelles Leben

Premiere im DT-Studio Ein virtuelles Leben

Die Geschichte einer gefährlichen Verkapselung erzählt Holger Schober in seinem Ein-Personen-Stück „Hikikomori“, das am Sonnabend, 6. Februar, Premiere im Studio des Deutschen Theaters (DT) in Göttingen hat. „Hikikomori“ ist der japanische Fachausdruck für die mehr oder weniger selbst gewählte Isolation von Jugendlichen, die jeglichen Kontakt mit der Außenwelt verweigern. Sie kapseln sich in ihren Zimmern ein und führen über Internet-Chat und Videospiele eine virtuelle Kommunikation, ein virtuelles Leben.

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Isoliert: Dominik Bliefert in „Hikikomori“.

Quelle: Wienarsch

Es ist die Geschichte von H., der sein Zimmer seit ungezählten Tagen nicht verlassen hat. Sein Architekturstudium hat er an den Nagel gehängt, jetzt vertreibt er sich die Zeit mit Zeichnen und im Internet. Zu seiner Mutter, die ihn mit Essen versorgt, hat er jeglichen Kontakt abgebrochen, ihr bleibt nur die Kommunikation mit der geschlossenen Zimmertür. Eine unverhoffte Chance auf ein „normales Leben“, eine normale Beziehung tut sich auf, als H. beim Chat mit einem mysteriösen Mädchen namens „Rosebud“ in Kontakt kommt. Stück für Stück lockt sie ihn aus seiner Verkapselung hervor…

Inszeniert wird „Hikikomori“ von Anne Sophie Domenz, die an der Hamburger Theaterakademie studiert und am DT bereits „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ auf die Bühne gebracht hat. Dominik Bliefert spielt die Rolle des H., Imme Beccard und Gaby Dey sind als Schwester und Mutter in Videoprojektionen zu sehen. Die Ausstattung stammt von Anna Sophie Roepcke und Saskia Senge. Das Stück ist für Zuschauer ab 13 Jahren geeignet.

Premiere am Sonnabend, 6. Februar, um 20 Uhr im Studio des DT, Theaterplatz 11, weitere Termine am 11. und 26. Februar. Karten unter Telefon 05   51   /   49   69   11.

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