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Elf Songs, bis zu 128 Tonspuren

Produktion Elf Songs, bis zu 128 Tonspuren

Im Studio von Guano-Apes-Drummer Dennis Poschwatta und mit dem Bassisten der H-Blockx , Stephan Gudze Hinz, als Coach wird derzeit das neue Album der Band “Juno 17” produziert. Elf Songs, geschrieben, getextet und aufgenommen von den Göttingern Tobias Langer und Daniel Barbosa

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Juno-17-Sänger Philipp Hofmann singt einen Gesangspart ein. Produzent Tobias Langer hört aufmerksam zu.

Quelle: Foto: Richter

Moringen/Göttingen. . Im Studio von Guano-Apes-Drummer Dennis Poschwatta und mit dem Bassisten der H-Blockx , Stephan Gudze Hinz, als Coach wird derzeit das neue Album der Band “Juno 17” produziert. Elf Songs, geschrieben, getextet und aufgenommen von den Göttingern Tobias Langer und Daniel Barbosa.

Juno 17, das sind vier junge Musiker aus Marburg und dem Hunsrück. Sänger Philipp Hofmann ist heute im Studio, um einige der Gesangsspuren aufzunehmen. Noch aber sitzen er, Langer und Godi Hildmann inmitten einer Ansammlung von Gitarren, Verstärkern und Monitoren. “Das ist mir zu diszipliniert”, sagt Langer, als die Gitarrenriffs durch den abgedunkelten Raum dröhnen. Er greift zur Gitarre und spielt . “Was nöligen”, will er zusätzlich zu den bereits eingespielten Klängen haben. Zwei Saiten klebt er fest. “Ich brauch nur drei”, sagt der Musiker und Songwriter. Als es dann nölig genug ist, pult er die Saiten wieder frei, Hildmann gibt etwas “fast Fred” darauf, eine Art “Gleitmittel” für das Instrument.

Elf Songs sind in Arbeit. “Wir arbeiten an allen”, sagt Langer. Fertig sei noch keiner. Langer und sein Geschäftspartner Barbosa von der Göttinger Agentur Dluxe Media haben gemeinsam mit Hofmann alles Songs geschrieben und getextet. Die Band Juno 17 hat die Tracks bereits weitgehend eingespielt. “Als erstes der Bass, dann die Drums, die Gitarre und jetzt die Stimme”, erklärt Langer. Jetzt folgen die “programmings”, elektronische Gimmicks.

Bis zu 128 Tonspuren ergeben später dann den Song. Sind alle aufgenommen, dann sitzt Hildmann noch einmal zwei Wochen und mixt den Sound. “Dann geht es ab nach Berlin zum mastern”, sagt Langer. Im September soll das Album fertig sein. Welcher Song als Single ausgekoppelt wird, ist noch offen.

Die Zusammenarbeit von der Band und den Südniedersachsen entstand, als das Management von Juno 17 bei den Göttingern anfragte ob sie - zunächst einen - Song für die Band schreiben und produzieren können. Jetzt sind es elf Songs, seit Ende Juli arbeiten die Musiker und Produzenten im Moringer Katzbach Studio. “Wir rechnen damit, dass wir sechs Wochen hier sind”, sagt Hofmann.

Die Songs, so erklärt Langer entstehen auf unterschiedlichem Wege. Mal ist es ein Thema, mal eine Melodie, ein Rhythmus oder ein Textfragment, das ihm durch den Kopf gehe. Die Idee wird dann manchmal ins Handy gesummt und getrommelt. Die Zusammenarbeit der drei Musiker “hat sofort gepasst”, sagt der Göttinger. Seine Idee vom Album ist, nicht auf den Zug der üblichen deutschen Popmusik aufzuspringen, er will es rauer, “eher amerikanisch”, sagt Langer - klingen soll es eher wie die Foo Fighters denn wie Silbermond. “Wenn ich ein Rockalbum aufnehmen will, dann muss es auch rocken.” Langer möchte ein Maximum an Attitüde und Emotionen aus der Band heraus rausholen. Das mache einfach enorm Spaß.

Poschwatta und Hildmann, der als Gitarrist ebenfalls bei den Guano Apes spielte, kennt er schon seit langem - 1995 standen die Bandes der beiden schon gemeinsam auf der Bühne.

Juno 17, so erzählt Hofmann, gibt es seit gut zwei Jahren. Der Mann, dessen Stimme ein wenig an die von Kettcar-Frontmann Markus Wiebusch erinnert, hat bereits die meisten Vocals eingesungen. In ein paar Tagen geht es auf Tour- nach Russland, unter anderem tritt Juno 17 in St. Petersburg bei einem Festival und im sibirischen Irkutsk auf. Die Göttinger arbeiten weiter am Album.

Von Britta Bielefeld

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