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Eric Lugosh und Jens Kommnick bei der 13. Göttinger Gitarrennacht

„Dieses Instrument kann zaubern“ Eric Lugosh und Jens Kommnick bei der 13. Göttinger Gitarrennacht

Herbert Wegener und Peter Funk strahlen über das ganze Gesicht als sie die Bühne im ausverkauften Saal des Alten Rathauses betreten. Die Organisatoren der Göttinger Gitarrennacht erzählten, sie hätten bei der ersten Gitarren-nacht nicht daran gedacht, dass es auch eine zweite geben könnte. Mittlerweile ist es die dreizehnte und sie ist längst zu einer festen Größe im Göttinger Kulturleben geworden.

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Hawai-Feeling mit Herbert Wegner und Peter Funk.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Die Veranstaltung ist in drei Sets unterteilt. Das erste Set übernehmen die Veranstalter selber. „Unser Hausarzt hat uns empfohlen, immer ein schnelles und ein langsames Lied abwechselnd zu spielen“, scherzt Funk. Wegener und Funk, beide in Hawai-Hemden, spielen eine Mischung aus Folk, Swing und Country. Hawai-Feeling kommt nicht nur wegen der bunten Hemden auf, sondern auch wegen der Einflüsse der hawaiianischen Folklore in ihrer Musik. Neben der Akustikgitarre kommen Steelgitarre, Autoharp und Ukulele zum Einsatz.

Die Ukulele – im Hawaiianischen bedeutet das so viel wie „Hüpfender Floh“ – ist laut Funk nur etwas für „richtige Männer“. „Dieses Instrument kann zaubern“, behauptet der Gitarrist und spielt eine schnelle Melodie auf dem winzigen Instrument an. „Es zaubert ein Lächeln auf die Gesichter.“

Das Gitarristen-Duo Funk und Wegener überlässt die Bühne seinem Gast aus Wremen an der Nordsee, Jens Kommnick, der keltischen Fingerstyle spielt. Kommnick spielt freundliche, fröhliche Melodien, häufig sind es Jigs, irische Tanzmelodien. Zu jedem Stück erzählt er, wie es ihm eingefallen ist: sehr häufig während einer Musiksession in der Küche. Mit einem Stück Renaissancemusik schließt Kommnick sein Set ab und verkündet: „Wenn mehr mächtige Menschen diese Musik hörten, würde es weniger Kriege geben auf der Welt.“

Eric Lugosh war zu Gast aus Chicago. Seine Einladung war der große Coup der beiden Göttinger Veranstalter, die Lugosh zu ihren Idolen zählen und sich bis jetzt nie getraut hätten, ihn einzuladen. Lugosh spielte Ragtime und Blues. Zu seinen Stücken erzählte er auf Englisch Anekdoten. So hätte er einmal fast einen Aufstand ausgelöst, als er unbeabsichtigt zwei Lieder der anwesenden gegnerischen Fußballteams gespielt hätte.

Ein unterhaltsamer Abend, der das breite Spektrum der Akustikgitarren gekonnt vermittelt.

Von Jorid Engler

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