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Europäische Freunde

Internationale Händel-Festspiele Europäische Freunde

Das Programm „eeemerging – Emerging European Ensembles“ hat  Stipendiaten bei den Göttinger Händel-Festspielen gefördert. Zu den Geförderten zählt das Duo Repicco, das am Montag zusammen mit Gastmusikern in der Waaker Kirche das regionale Festspielprogramm mit einem ausverkauften Konzert abgeschlossen hat.

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Musikalische Vertreter des jungen Europa: Repicco und Freunde.        

Quelle: Heller

Waake. Repicco verkörpern wohl das Idealbild des jungen Europa: Kinga Ujszàszi (Violine) und Jadran Duncumb (Theorbe, Barockgitarre und anderes) haben familiäre Wurzeln und Lebenserfahrung in Ungarn, Kroatien und Norwegen. Kennengelernt haben sie sich dann beim Studium in London, und nun sind sie gemeinsam unterwegs auf den Konzertbühnen Europas. In Waake überzeugten sie mit einem Programm, das, ergänzt durch die Mezzosopranistin Ciara Hendrick und Viola da Gamba-Spieler André Lislevand, vielfältiger ausfallen konnte als bei einer Duo-Formation.

Instrumentale Glanzlichter waren Carlo Ambrogio Lonatis Sonate Nr. 2 g-moll und Arcangelo Corellis „La Follia“. Mitreißend interpretierten die Musiker auf ihren überwiegend historischen Instrumenten das Flirren und die verwirrende Energie des Stücks. Mit ihrer ausdrucksstarken Stimme voll Kraft und Tiefe konnte Ciara Hendrick unter anderem bei Georg Friedrich Händels „Figlio d’alte speranze“ glänzen und gleich anschließend, wie sie selbst sagte, „nach diesen wilden Arien“ auch ihre einfühlsame Seite in Händels „Süße Stille, sanfte Quelle“ zeigen.

Repicco und ihre musikalischen Freunde zeigten sich im Konzert harmonisch aufeinander eingespielt und mit souveräner Leichtigkeit ausgestattet, die auch ein Beinahe-Unglück mit Duncumbs Instrument gekonnt abfederte.

Repicco haben sich für die Duo-Formation entschieden, da auf diese Weise das Reisen leichter sei, sagten die Musikerinnen im Interview nach der Pause. Dass beim Reisen aber nicht nur die Menschen, sondern auch die Instrumente mitmüssen – und von denen besitzt vor allem Duncumb sehr viele – hatten sie nicht bedacht. Gut, dass sie trotzdem gemeinsam spielen und reisen und damit dem jungen Europa ein musikalisches Gesicht geben.

Von Isabel Trzeciok

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