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Fastén and The Liquid Wonders im Nörgelbuff

Doppelkonzert mit Leaves & Trees aus Hannover Fastén and The Liquid Wonders im Nörgelbuff

Die Hannoveraner Band Leaves & Trees um den Sänger Fabian Baumert spielt Folk-Rock im Singer-Songwriter Kontext mit modernen Einflüssen. Gemeinsam mit dem schwedischen Gitarristen und Sänger Erik Fastén, der von dem Duo „Liquid Wonders" begleitet wurde, gaben sie ein Doppelkonzert im Nörgelbuff.

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Leaves & Trees und Erik Fastén and The Liquid Wonders im Nörgelbuff

Quelle: r

Auf Einladung von „Obscure Concerts“ konnte das vorwiegend junge Publikum im rappelvollen Nörgelbuff gleich zwei Gruppen im Dunstkreis von Indie-Folk mit leichten Rockanteilen erleben.

Den Anfang machte der aus Göteburg stammende, ursprünglich als Jazz-Schlagzeuger ausgebildete, Sänger und Gitarrist Erik Fastén. Begleitet wurde er dabei von Maria Jakobson an der Bratsche und dem Pianisten Povel Widestrand. Mit brüchiger, fast flüsternder Stimme trägt er seine vorwiegend sehr ruhigen Indie-Folk-Lieder vor.

Ganz vorsichtig tastet sich das Trio in die fast zerbrechlich wirkenden Kompositionen, mit zarten Pianotupfern und mal gestrichener, mal gezupfter Bratsche. Beeindruckend, was für ein Ideenreichtum Widestrand seinem E-Piano immer wieder entlockt. „Brand new fashion“, das Titelstück der 2015 erschienenen EP, ist einer der seltenen fast lebhaften Songs. Ein eindringlich, harmonischer Auftritt in faszinierendem Einklang von Stimme und Instrumenten vor einem andächtig lauschenden Publikum.

Nach kurzer Umbaupause betritt dann die Hannoveraner Band Leaves & Trees die Bühne. Ursprünglich als Sextett unterwegs, müssen Fabian Baumert, Gesang, Gitarre, Fabian Huch, E-Gitarre, Banjo, Gesang, Tim Steiner, E-Bass, Rabea Bollmann, Cello, Gesang und Jan Flis am Schlagzeug an diesem Abend auf ihren Keyboarder verzichten, da er nicht mehr auf die Bühne passt.

Die Band spielt locker fließenden Indie-Folk-Rock mit leicht angezogener Handbremse. Mit gedehnten, fast sphärischen E-Gitarrenklängen bauen sie in „Away from home“ von ihrer gerade erschienenen EP „Bridges and Borders“ einen Spannungsbogen auf, bevor eine trockene Bassdrum den Rhythmus vorgibt und Baumerts angenehme Stimme ansetzt.

„King & Queen“ legt mit einem markanten Gitarrenriff los, „Listen Up“ ist ein rumpeliger Mitsingsong und „Who ist hat man“ endet mit zarten Xylophon- und Celloklängen. Die Band spielt mal rein akustisch und lässt durch Zurücknahme der Instrumente in kleinen Breaks und leisen Passagen die Stücke förmlich atmen. Dabei entsteht ein runder, sehr fein instrumentierter Ensembleklang, aus dem Huch immer wieder mit ideenreichen Akzenten auf der E-Gitarre oder dem Banjo hervorsticht. Ein Abend mit großem Wohlklang endet vor einem begeistert applaudierenden Publikum.

Von Jörg Linnhoff

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