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Brodelnder Funk-Soul-Cocktail

FatCat und Catch a Bear in der Musa Brodelnder Funk-Soul-Cocktail

Eine pralle Portion New Funk, ausgiebig gewürzt und geschärft mit üppigen Grooves, versprechen FatCat aus Freiburg auf gar nicht so leisen Sohlen bei ihren emotionalen Auftritten. Gemeinsam mit dem Support „Catch A Bear“ verwandelten sie die Musa in einen kochenden Dancefloor.

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Servierten einen brodelnden Cocktail: FatCat um den wuchtigen Sänger Kenny Joyner.  

Quelle: Linnhoff

Göttingen. Als Support legte „Catch A Bear“ um Sänger Can Bear den musikalischen Grundstein. Die fünf Musiker, Local Heroes Gewinner 2014, boten eine beeindruckend routinierte Mischung aus Funk, Hip Hop, Rock mit vorwiegend gerappten deutschen Texten. Das alles kommt sehr entspannt daher, mit schönen Keyboard-Läufen zu fetten, rhythmischen Grooves. Zum Ende ließ die Band ganz ungezügelt die Leine los, bevor sie die Bühne für FatCat freimachte.

Das Fundament für deren Mix aus Funk, Soul, Pop und Rock haben die Musiker an der Freiburger Jazz- und Rockschule gelegt. Die Rhythmusgruppe, bestehend aus Schlagzeuger Damien Stath, Bassmann Fabian Gyarmati-Buchmüller, Gitarrist Jakob Monninger sowie Ferdinand Klamt an den Tasten, spielt seit mehreren Jahren zusammen. Komplettiert wird die Truppe durch den Sänger Kenny Joyner und die Bläsersektion mit Stefan Erschig an der Posaune, Jakob Jung am Tenor-Sax und Paul Hofer-Bottomley am Alt-Saxophon.

„Get up and dance“ ist Songtitel und Motto zugleich. Die Band um den wuchtigen Frontmann Joyner serviert einen brodelnden Cocktail aus New Funk mit ganz viel Soul-Feeling, das umgehend auf die Besucher überspringt. Joyner dirigiert das Publikum zu „Daydreamer“ und hält zu „Unity“ vorweg eine kleine Predigt in bester Tradition alter US-amerikanischer Soulheroen

Gepfefferte Bläsersätze, fließende Pianoläufe, fette Bass und Drum-Base und eingestreute Gitarrensoli bringen die Musa zum Kochen. „Champagne Rush“, der Titelsong ihres aktuellen Albums, ist heißer Funk á la Prince, von Joyner mit ähnlich hoher Stimme gesungen.

Mit „My Way Home“ legen sie gleich noch einen stampfenden Funk-Rocker nach. Joyner spielt mit Text und Stimme, die Band fährt das Tempo langsam hoch und das Publikum geht völlig ab. Nach ausgiebigem Zugaben-Teil schleichen die Katzen schweißgetränkt und von euphorischem Applaus begleitet von der Bühne.

Von Jörg Linnhoff

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