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Finalisten für Deutschen Buchpreis stehen fest

Kultur Finalisten für Deutschen Buchpreis stehen fest

Flüchtlingsschicksale und familiäre Fluchtwege: Die Juroren haben sechs sehr unterschiedliche Romane auf die Shortlist für den Deutschen Buchpreis gesetzt. Der Gewinner des Buchpreises wird beim Göttinger Literaturherbst lesen.

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Für den Buchpreis nominiert: Jenny Erpenbeck (links) und Ulrich Peltzer.

Quelle: EF

Frankfurt a. M. /Göttingen. Für das Finale beim Deutschen Buchpreis hat die Jury in Frankfurt sechs Titel nominiert. Auf der Shortlist zur Kür des besten deutschsprachigen Roman des Jahres stehen: Jenny Erpenbeck ("Gehen, ging, gegangen"), Rolf Lappert ("Über den Winter"), Inger-Maria Mahlke ("Wie Ihr wollt"), Ulrich Peltzer ("Das bessere Leben"), Monique Schwitter ("Eins im Andern") und Frank Witzel ("Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969"). Der Sieger wird am 12. Oktober in Frankfurt am Vorbaned der Buchmesse bekanntgegeben. Die erste Lesung nach dieser Auszeichnung wird der Gewinner am Sonnabend, 17. Oktober, um 21 Uhr im Alten Rathaus Göttingen beim Literaturherbst geben.

 

Die ausgewählten Titel hielten der Gegenwart mit großer sprachlicher Finesse einen "erhellenden Spiegel" vor, sagte Jury-Sprecherin Claudia Kramatschek. Es gehe in den sechs Romanen um "familiäre Fluchtwege und interkontinentale Flüchtlingsschicksale, einstige ideologische Kämpfe und der melancholische Abschied von solchen, Varianten männlicher Liebe und weiblichen Ringens mit der Macht". Die Shortlist wurde aus einer 20 Romane umfassenden Longlist zusammengestellt, diese hatte die siebenköpfige Jury am 19. August vorgelegt. Erwartet wurden auf der Shortlist die beiden stark politischen Romane von Erpenbeck und Peltzer. Erpenbeck widmet sich dem Umgang mit afrikanischen Flüchtlingen in Berlin. Göttinger können die Autorin auf jeden Fall live hören, sie liest am 14. Januar 2016 im Literarischen Zentrum. Peltzer setzt sich am Beispiel von drei Managern mit der Frage des Lebens in der hochglobalisierten Gesellschaft auseinander. Auch er wird auf jeden Fall im Literarischen Zentrum Göttingen lesen: er stellt seinen neuen Roman am 26. Novmber vor.  Nicht ins Finale haben es dagegen die neuen Romane von prominenten Autoren wie Ilija Trojanow und Feridun Zaimoglu geschafft. Beide stellen ihre neuen Romane aber beim Literaturherbst vor: Trojanow am Sonnabend, 10. Oktober, um 21 Uhr in der Aula am Wilhemsplatz und Zaimoglu am Sonntag, 11. Oktober, um 21 Uhr im Deutschen Theater.

 

Insgesamt hat die Jury in den vergangenen Monaten 199 Titel von Verlagen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich gesichtet, die zwischen Oktober 2014 und September 2015 erschienen sind. Der Deutsche Buchpreis gilt als wichtigste Auszeichnung der Branche. Dem Sieger winkt neben 25 000 Euro Preisgeld  in der Regel auch ein Platz auf der Bestsellerliste.   chb/dpa

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