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Finder präsentiert erstes Album in Göttingen

Eingängig eintönig Finder präsentiert erstes Album in Göttingen

Dröhnender Bass und starke Stimme. Finder ist eine Rockband aus Soltau, die vor gerade einmal zwei Jahren gegründet wurde. Erste Station ihrer „allerersten Tour“ war der Nörgelbuff Göttingen. Jochen Gros, Markus Frank und Daniel Petereit stellten ihr Album „Keiner sagt, dass es einfach wird“ vor.

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Finder aus Soltau.

Quelle: EF

Göttingen. Falls sie aufgeregt sind, merkt man es ihnen nicht an. Doch Frontsänger Gros erklärt trotzdem: „Wir haben gerade unser allererstes Album rausgebracht und dies ist unsere allererste Tour.“ Zusammen mit Bassist Frank bringt er allerdings schon ein bisschen Bühnenerfahrung mit. Die beiden spielten vorher gemeinsam in der Band Blakvise. 

Einwandfrei

Die drei Musiker aus der „Weltstadt Soltau“, wie Gros seine Heimatstadt scherzhaft nennt, treten im gut gefüllten Kellergewölbe des Nörgelbuffs auf. Ihr Sound ist ein guter Mix aus Rock und Alternative. Das Ansagen der Songs muss Gros noch ein bisschen üben. Vielleicht verzichtet er deswegen teilweise auch ganz darauf. Aber sein Hauptanliegen, die Leute zum Aufstehen und Tanzen zu bringen, erfüllt er einwandfrei.

Gros singt mit viel Stimmeinsatz und trifft auch bei gebrüllten Refrains den Ton zuverlässig. Nebenbei legt er sich beim Gitarrespielen sehr ins Zeug. Bass und Schlagzeug sind so laut, dass man den deutschen Texten nicht so viel Beachtung schenken kann. Die junge Band spielt ihr Album einmal komplett durch.

Akzente fehlen

Das hört sich gut an, könnte aber noch abwechslungsreicher sein. Gros Stimme vermischt sich mit der Baseline und dem Schlagzeugspiel zu einer Melodie, die so eingängig wie auf die Dauer gesehen eintönig ist. Dadurch degradiert sich der Sound selbst zur Hintergrundmusik, da die Akzente fehlen, die den Zuhörer aufhorchen lassen und seine Aufmerksamkeit fesseln.

Finders erstes Album ist ein gelungener Auftakt. Allerdings hat die Band noch Entwicklungspotenzial. Auch der Test der neuen Band durch das Göttinger Publikum ergab: Finders Musik ist gut hörbar und tanzbar.

Von Jorid Engler

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