Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Fliegende Haare und Frauen in Schwarz

Full Metal Mensa Fliegende Haare und Frauen in Schwarz

Dort, wo sich Studenten normalerweise zum Essen treffen, haben am späten Sonnabendabend harte Gitarrenriffs, donnernde Drums und aggressiver sowie kraftvoller Gesang im Mittelpunkt gestanden. Etwa 800 Musik-Fans kamen zur dritten „Full Metal Mensa“ ins Foyer der Göttinger Zentralmensa.

Voriger Artikel
Einhörner zwischen Harz und Amazonas
Nächster Artikel
„Haarsträubend schön“

Saxnot

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Kutten, Bandshirts, Nietenarmbänder und Patronengürtel gehörten offenbar zum Dresscode im Mensa-Gebäude. Viele Männer mit beeindruckend langen Haaren und viele Frauen, ganz in schwarz gekleidet, gab es an diesem Abend zu sehen.

Sechs nationale und internationale Bands spielten beim Metal-Festival, das vom Kulturbüro des Studentenwerks und dem Rockbüro organisiert wurde. Den Anfang machte die Göttinger Band „Collapse Instinct“. Souverän und konzentriert präsentierte die vierköpfige Band den Besuchern eine halbe Stunde lang eine Mischung aus Doom- und ­Death Metal. Das Publikum ging von Anfang an gut mit, und es versammelten sich einige Metal-Fans vor der Bühne zum Headbangen.

Melodic Death Metal aus Hildesheim gab es im Anschluss von der Gruppe „Saxnot“. Während ihres Auftritts strömten immer mehr Menschen vor die Bühne. Ein Moshpit entstand. Es herrschte eine ausgelassene Stimmung unter den Bandmitgliedern, die sich auch auf das Publikum übertrug. Während eines Akkordeon-Solo-Parts des Schlagzeugers zückten sogar einige Konzert-Besucher scherzhaft ihre Feuerzeuge und bewegten sie langsam zur Musik.

Auch die Thrasher von „Mortal Terror“ und die Power Metaller von „Elvenpath“ heizten den Metalheads vor der Bühne ordentlich ein. Die Stimmung erreichte ihren Höhepunkt während der Auftritte von „Angelcrypt“ aus Malta und der einstündigen Spielzeit des schwedischen Headliners „Grave“, der den Abschluss des Festivals bildete. Das Mensa-Foyer verwandelte sich in ein Bild, das sich aus fliegende Haaren, gegeneinander springenden Körpern und in die Höhe gestreckten Fäusten und Teufels-Grüßen zusammensetzte.

Für Tabea Dummann war es die zweite Full Metal Mensa. Sie fand das Konzert am Sonnabend „erfrischend“. „Die Stimmung war gut. Mortal Terror haben mir am besten gefallen, aber Angelcrypt haben mich auch beeindruckt“, sagte die 22-Jährige und fügte an: „Es ist mal etwas anderes, als was sonst angeboten wird. Ich fand es klasse.“

Von Alisa Altrock

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Milchbar im Nörgelbuff