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Genialer Stilmix nach Art von Flooot

Soundcheck-Clubprogramm Genialer Stilmix nach Art von Flooot

Blech-Blas-Rap nennt sich ihre Musik – ein genauso eigenwilliger wie genialer Stilmix, mit dem das Sextett Flooot am Sonnabend im Exil seinem Publikum den grauen Herbstanfang aus dem Kopf pustete.

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Quelle: Harald Wenzel

Zwischen Reggae, Funk und Hip Hop variiert die Bandbreite der jungen Göttinger. Obwohl oder gerade weil die drei Front-Rapper Philipp Holländer, Janos Löber und Matthias Wagemann ihre Texte auf Deutsch interpretieren, entsteht der Eindruck, die Band hat auf irgendeine Weise mehr zu erzählen als artverwandte Musikgruppen. Dennoch, die Message ans textsichere Publikum ist direkt und wenig tiefgründig: Das Leben genießen, Tanzen und Feiern, das will und soll man, während Nico Bauckholt am Bass, Florian Pertsch an der Gitarre, Stephan Rebellski an den Keyboards und Felix Dehnelt an den Drums den Sprechgesang sowie die Posaunen- und Trompeteneinsätze der drei Frontmänner mit fein abgestimmten Beats und Grooves untermalen.
Songs aus ihrem neuen Album „Floootzeug“ haben die Sechs im Gepäck. Dieses steht ihren Vorgänger-Alben in nichts nach. Frecher, kluger Rap, großartige Instrumental-Parts und Späßchen mit dem Publikum zeichnen die Band aus. „Marathon" und das neue Lied " Tok tok" zünden sofort und bleiben im Ohr.
Die Wände vibrieren vom Bass der Club-tauglichen "Hip Hop-Experiment"-Einlage "Meine Bude und ich".
Dass das Konzert wahrhaftig ein Soundcheck-Konzert ist, bemerken die Jungs von Flooot mit einem Augenzwinkern angesichts einiger Ton-Probleme. Ihr Auftritt war Teil des Clubprogramms zum NDR2 Soundcheck Neue Musik-Festival.
Politischere Töne im Ska-Indie-Stil schlugen im Vorhinein die sechs Bandmitglieder von "die grüne Welle" aus Stuttgart an. Die gehörige Portion Systemkritik tat der Stimmung im Exil aber keinen Abbruch.
Bei so viel Party, Summerfeeling und guter Laune im Kopf darf es nach diesem Konzert draußen auch getrost Herbst werden.

Von Katharina Kilburger

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