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Foto-Ausstellung: „Steve McQueen. The last mile“ im Rohns‘schen Badehaus

Schraubenschlüssel statt Hollywood-Glamour Foto-Ausstellung: „Steve McQueen. The last mile“ im Rohns‘schen Badehaus

Die Fotoausstellung „Steve McQueen. The last mile – King of unCool“ von Barbara McQueen, der Frau des 1980 gestorbenen Schauspielers, zeigt Einblicke in das private Leben des Hollywood-Stars. Eröffnet wurde die Schau am Mittwochabend im Rohns‘schen Badehaus.

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Die private Seite des Schauspielers: der charismatische Steve McQueen.

Quelle: Pförter

Göttingen. Er war schon cool, als der Begriff gerade erst die Runde machte. Im Cockpit eines alten Flugzeuges in alter Fliegermontur sitzend, blickt Steve Mc Queen direkt in die Kamera. Männlich, markant, charismatisch. Andere Aufnahmen zeigen ihn im Profil mit einem Kaffeebecher in der Hand, neben einem Schuppen sitzend und die Zeitung lesend, vor einem Flugzeughangar zusammen mit Freunden plaudernd, an alten Motorrädern herumschraubend, beim Autowaschen. Ganz unspektakulär, ganz privat und von einer wenig bekannten Seite. Keine inszenierten Hochglanzfotos, sondern Momentaufnahmen.

Steve McQueen  ist eine der Schauspiel-Legenden der Filmgeschichte. Mit seinen Filmen „Papillon“, „Bullit“, „Die glorreichen Sieben“ und „Getaway“ zählte er in den 60er- und 70er-Jahren zu den Kino-Magneten. Privat war der Hollywood-Star Amateur-Rennfahrer und passionierter Sammler von Oldtimer-Autos und Motorrädern. In den letzten Lebensjahr entdeckte er zudem die Fliegerei für sich.

Der Mann mit den strahlend blauen Augen war ein Anti-Star. Mit dem Glamour Hollywoods hatte er nicht viel im Sinn. Er war ein Bastler und Schrauber, der seine Autos und Bikes am liebsten selbst reparierte und dem die Arbeit auf seiner Ranch mit dem Schraubenschlüssel mehr bedeutete, als Empfänge in Hollywood. All diese Einblicke erlauben die Fotografien von Barbara McQueen, die zwischen 1977 und 1980 entstanden, in den letzten drei Lebensjahren von Steve McQueen.

„In den 60er- und 70er-Jahren zählte Steve McQueen zusammen mit Paul Newman zu den bedeutendsten und am besten bezahlten Schauspielern der Welt. In den letzten dreieinhalb Jahren seines Lebens hat er sich ein bisschen aus Hollywood zurückgezogen“, erläuterte Matthias Grenda im Rahmen der Vernissage im Rohns‘schen Badehaus. Der Organisator der „Nordwalder Biografietage“ hatte die Ausstellung mit Fotografien 2012 für die Veranstaltungsreihe des Vereins Gesellschaft für biografische Kommunikation zusammengestellt. Die Göttinger Firma VEM Value Entertainment holte die Ausstellung jetzt in die Leinestadt.

500 Fotografien hatte Barbara McQueen von ihrem Mann gemacht, „der sonst im privaten Leben eher kamerascheu war“, so Grenda. Nach dem Tod ihres Mannes hatten die Aufnahmen fast 30 Jahre lang als Dias „in einem Schuhkarton unter dem Bett gelegen“, bevor Barbara McQueen „sie anschauen oder bearbeiten konnte“, so Grenda. Ein Großteil der Aufnahmen wurde auch in dem Buch „Steve McQueen. The last mile – King of unCool“ veröffentlicht.

Die Ausstellung „Steve McQueen. The last mile – King of unCool“ mit 49 signierten Fotografien von Barbara McQueen wird noch bis Mittwoch, 30. September, im Rohns‘schen Badehaus, Albaniplatz 3, gezeigt. Geöffnet ist sie von 11 bis 18 Uhr.

Von Karola Hoffmann

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