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Zeit-Zeichen fotografiert

Ausstellung des Fotoclubs Göttingen Zeit-Zeichen fotografiert

Die Ausstellung „Zeit-Zeichen“ des Fotoclubs Göttingen soll Werke zeigen, welche Zeit in verschiedenen Motiven sichtbar machen. Dazu gehören Zeitmesser genauso wie Wachstums- und Alterungsprozesse, Jahreszeiten und Alltagsgegenstände. Ab Dienstag, 15. August, sind die Fotografien im GDA-Wohnstift in Göttingen zu sehen.

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Linienführung von Acker, Grünstreifen und Straße.

Quelle: Gollan

Göttingen. Seit der Entwicklung des ersten Fotoapparates im Jahr 1839 von Louis Daguerre ist Fotografie Leidenschaft, Beruf und Hobby vieler Menschen. Die Mitglieder des Fotoclubs Göttingen verbindet diese Leidenschaft. „Eigentlich haben wir immer eine Kamera dabei“, erzählt Dietmar Gollan, stellvertretender Vorsitzender des Fotoclubs: Man wisse ja nie, wann sich das perfekte Motiv ergebe.

Fotografie in Göttingen hat Tradition. Der Fotoclub Göttingen wurde 1949 von Teilnehmern eines Kurses an der Volkshochschule zum Thema Fotografie gegründet. Vier Jahre nach Kriegsende und ein Jahr nach der Währungsreform war die ehemals blühende Fotoindustrie weitestgehend zerstört, heißt es in einer Vereinsveröffentlichung. Kameras konnten ausschließlich gebraucht erworben werden, Filme, Papier und Fotochemiekalien waren nur schwer zu beschaffen.

Lieblingsmotive: Oldtimer, Tropfen oder Landschaften

„Damals haben die Leute natürlich ausschließlich analog fotografiert. Wenn man einen Film mit nur 36 Aufnahmen hat, dann überlegt man sich das, bevor man auf den Knopf drückt“, sagt Gollan. Auch heute noch ziehen manche Mitglieder des Fotoclubs die Analogfotografie der digitalen Variante vor. „Zwei meiner Kollegen entwickeln die Filme sogar selbst zu Hause“, erzählt Gollan. Jedes Mitglied habe seine eigene, individuelle Art, Fotos zu machen. Das werde schon in der Motivwahl sichtbar. Gollan: „Ich fotografiere am liebsten Mittelaltermärkte und Oldtimer. Ein Kollege von mir hat sich auf Tropfenfotografie spezialisiert, andere machen Portrait- und Landschaftsaufnahmen.“ Die Ausrüstung müsse aber jeder selber stellen.

Der Club trifft sich am ersten und dritten Donnerstag eines Monats. „Jeder kann seine Fotos mitbringen. Wir gehen die dann durch, diskutieren und inspirieren uns gegenseitig.“ Zudem werden immer wieder auch Vorträge und Workshops zu Themen wie Bildbearbeitung oder Modellfotografie angeboten. Gemeinsame Exkursionen haben die Mitglieder des Fotoclubs in den vergangenen Jahren unter anderem nach Dresden, Bad Lauterberg und Rosdorf gemacht. „Letztes Jahr waren wir auf Burg Hanstein bei Bornhagen und haben zwölf Stunden lang geknipst. Dann haben wir in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Bornhagen einen Kalender für 2018 entworfen“, berichtet Gollan. 500 Exemplare sind laut Gollan seit Pfingsten auf dem Markt. Ein ähnliches Projekt sei für das Naturschutzgebiet Leinepolder in Arbeit.

Neue Perspektiven entdecken

Die Ergebnisse ihrer Arbeit machen die 37 Mitglieder des Fotoclubs Göttingen regelmäßig auch für Außenstehende sichtbar. So auch in diesem Jahr mit der Ausstellung „Zeit-Zeichen“ im GDA-Wohstift. „Wir wollen, dass die Leute durch unsere Fotos neue Perspektiven entdecken und Themen in einem anderen Licht sehen. Und wir hoffen natürlich, dass unsere Begeisterung für die Fotografie andere ansteckt.“

Zeit-Zeichen mit 60 Fotografien

Die Ausstellung „Zeit-Zeichen“ des Fotoclubs Göttingen soll 60 Fotografien zeigen, welche Zeit in verschiedenen Motiven darstellen. Dazu gehören nach Angaben der Organisatoren mit der Kamera eingefangene Gegenstände, mit deren Hilfe Menschen versuchen Zeit zu messen, genauso wie Wachstums- und Alterungsprozesse, Jahreszeiten und Alltagsgegenstände. Eröffnet wird die Ausstellung am Dienstag, 15. August, um 16.30 Uhr im GDA Wohnstift, Charlottenburger Straße 19. Anschließend halten sich die Fotografen zu Fragen zu ihren Aufnahmen bereit. „Zeit-Zeichen“ hat bis Freitag, 6. Oktober, täglich von 8 bis 20 Uhr für Besucher geöffnet.

Von Katrin Strassen

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