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Freiraum: Sprechen und Malen

Ausstellung Freiraum: Sprechen und Malen

Leitern führen bis zur Sonne oder an grünen Strukturen vorbei in den offenen Raum. Körper bewegen sich auf ihnen, klettern nach oben – bis ins Freie vielleicht. Jeden Montag zwischen 16 und 18 Uhr füllt sich die Malwerkstatt im Untergeschoss des Asklepios-Fachklinikums Göttingen, bisweilen auch außerhalb dieser Zeiten. 

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Dynamische Komposition: Sabine Schäfers Riesenrad.

Quelle: Peter Heller

Ev Kaboth leitet diese offene Werkstatt, in der nicht nur Patienten des Krankenhauses arbeiten, sondern auch Menschen, die hier einen Weg zu einer anderen, malerischen Sprache suchen. Unter dem Titel „Patienten stellen aus“ sind in den Räumen des Klinikums nun rund 70 der entstandenen Arbeiten zu sehen, im Atelier liegt eine Vielzahl mehr auf Tischen, steckt in Mappen und Rahmen. Einige der Ausstellenden, wie Sabine Schäfer, arbeiten seit Jahren hier, andere kommen nur ein- oder zweimal während eines stationären Aufenthalts vorbei, erläutert der ärztliche Direktor Dr. Manfred Koller. 

„Anonymus“ beispielsweise hat eine breite Straße in expressivem Gestus und breitem Pinselstrich in intensiver Auseinandersetzung gemalt, zeigt dichte, dunkle  und daneben leuchtende Teile, Häuser und Menschen. Mit verschiedenen Malmitteln sind daneben  stark reduzierte schwarze Formen auf dunkelgrauem Grund ebenso zu sehen wie Landschafts- und Meeresdarstellungen, die Vertreibung aus dem Paradies. Kleinste ornamentale Formen mit Tintenschreiber oder großzügige Farbfelder wie auch aquarellierte Haufenwolken: vieles steht nebeneinander, nicht als psychopathologisches Zeugnis, sondern als unterschiedlicher Ausdruck von intensivster bis zu laienhafter Kunst. Die Malwerkstatt bietet offensichtlich einen guten Raum für wichtige Entstehungsprozesse. 

Im Hauptgebäude des Asklepios-Fachklinikums, Rosdorfer Weg 70 in Göttingen, noch bis zum 2. August montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr und sonnabends und sonntags von 10 bis 12.30 Uhr zu sehen.

                                                                                                                    Von Tina Lüers

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