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Friedrich II: Herr über die Herzen?

Literaturherbst Friedrich II: Herr über die Herzen?

Ließ sich Friedrich der Große in seiner Politik von seinen Gefühlen leiten? Die Historikerin Ute Frevert, Direktorin des Berliner Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, hat den Preußenkönig aus einem bisher kaum gewählten Blickwinkel betrachtet.

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Symbolbild

Quelle: dpa

In ihrem Buch „Gefühlspolitik“ stellt sie die Frage, ob Friedrich II. (1712-1786) Herr über die Herzen war? Beim Literaturherbst wird der Göttinger Althistoriker Gustav Adolf Lehmann  Gesprächspartner der Autorin sein. Lehmann kennt sich aus mit Biographien über bedeutende Staatsmänner der Vergangenheit: Er hat über Perikles geschrieben.

Der Sohn von Friedrich Wilhelm I., dem Soldatenkönig, war ein respektierter Herrscher, der mit den Jahren als „alter Fritz“ von großen Teilen des Volkes geliebt wurde, obwohl er seinen Untertanen viel abverlangte. Frevert analysiert das Herrschaftsverständnis Friedrichs des Großen ebenso wie dessen gefühlspolitische Praktiken. Sie zeigt, mit welchen Mitteln der aufgeklärt-absolutistische König die Zustimmung und Zuneigung derjenigen suchte, die seiner Herrschaft unterworfen waren.

Dabei geht es auch um die Adressaten. Friedrichs Form der Kommunikation mit dem Volk führte zu für das 18. Jahrhundert neuen Formen der gesellschaftlichen Partizipation.

Ute Frevert: „Gefühlpolitik. Friedrich II. als Herrscher über die Herzen?“. Wallstein Verlag, 157 Seiten, 16,90 Euro. Lesung beim Literaturherbst am Mittwoch, 17. Oktober, um 19 Uhr in der Paulinerkirche.
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